Vier direkte Duelle innerhalb von 19 Tagen - so sieht der Spielplan für die Profis des Hamburger SV und von Werder Bremen in den kommenden Wochen aus. Den Auftakt macht das DFB-Pokal-Halbfinale (Mi., ab 20:15 Uhr im Live-Ticker) in der HSH Nordbank Arena, es folgen die beiden UEFA-Pokal-Halbfinals (30. April und 7. Mai) und schließlich das Bundesligaduell am 31. Spieltag (10. Mai) in Bremen. Aber wer hat die Nase vorn im hanseatischen Kräftemessen?

bundesliga.de hat einen Blick auf die vergangenen zehn Duelle beider Teams geworfen und präsentiert wissenswerte Fakten:

  • Die vergangenen zehn Aufeinandertreffen fanden ausschließlich in der Bundesliga statt.

  • Bremen liegt in der jüngsten Vergangenheit vorne: Fünf Mal hieß der Sieger Werder, nur zwei Mal gewannen die "Rothosen" (3 Remis). Auch in der Gesamtbilanz beider Clubs führen die "Grün-Weißen" (37 Siege, 33 Unentschieden, 32 Niederlagen).

  • Zuhause konnte der HSV nur das letzte der fünf Spiele gewinnen (3 Pleiten, 1 Remis) - in der Hinrunde der laufenden Spielzeit schlug Hamburg den Rivalen aus dem Norden mit 2:1.

  • Den zweiten Sieg gegen Werder in der jüngsten Vergangenheit feierten die Hamburger in der Saison 2006/07 im Weserstadion - am 22. Spieltag siegte der HSV mit 2:0.

  • Meistens enge und spannende Spiele: In keinem der vergangenen neun Duelle fielen mehr als drei Tore.

  • Die Begegnung vom 1. Mai 2004 hatte es dafür in sich: Mit 6:0 fertigte Werder den HSV auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft ab.

  • Nur ein Mal in den vergangenen neun Partien konnte ein Team einen Sieg mit zwei Toren Unterschied feiern - eben der HSV mit 2:0.

  • Vier der fünf Bremer Erfolge kamen mit einem Tor Differenz zu Stande - drei davon mit 2:1.


Bescheidener Allofs will "nur" zwei Pokale

Auch wenn Werder statistisch gesehen leicht favorisiert in die hanseatischen Fußball-Festwochen geht, ist in den vier Derbys wohl alles drin. "Wenn man das Europacup-Halbfinale erreicht, ist der Gegner eigentlich egal. Aber dass wir nun noch zwei Mal mehr auf Werder treffen, ist schon eine schöne Geschichte", freute sich HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer nach dem UEFA-Pokal-Viertelfinale in Manchester.

Auch auf Seiten der "Grün-Weißen" knistert es. "Das ist eine kuriose, aber irgendwie auch einmalige Konstellation, da geht mir als Norddeutschem das Herz auf", sagte Bremens Per Mertesacker.

Sein Geschäftsführer Klaus Allofs gibt sich "bescheiden" und hat schon einen möglichen Ausgang im Kopf: "Wir holen zwei Pokale und der HSV wird Meister. Damit könnte ich zur Not leben."