Erfurt - Werder Bremen hat die Niederlagenserie gestoppt. Nach zuletzt vier verlorenen Testspielen konnten die "Grün-Weißen" beim FC Rot-Weiß Erfurt wieder in die Erfolgsspur zurückkehren. Am Donnerstagabend besiegte Robin Dutts Mannschaft die Thüringer im Erfurter Steigerwaldstadion mit 6:0 (2:0).

Vor 3.813 Zuschauern boten die Werderaner eine eindrucksvolle Leistung und gingen durch Tore von Nils Petersen (18., 66.), Mehmet Ekici (40.), Eljero Elia (47.), Sebastian Prödl (64.) und Marko Arnautovic (90.) als hochverdienter Sieger vom Platz. Insbesondere Cedrick Makiadi glänzte als Vorlagengeber und war an vier der sechs Treffer direkt beteiligt.

Viele Veränderungen zum vorigen Test



Werders Cheftrainer setzte wie zuletzt auf ein 4-3-3-System - trotz gewaltiger Änderungen. Die komplette Startelf aus dem Spiel gegen RB Leipzig durfte für elf frische Akteure weichen. Besonders erfreulich: Raphael Wolf gab nach monatelanger Verletzungspause sein Comeback im Werder-Tor. Und der Torhüter musste auch gleich zu Beginn der Partie eingreifen: Nachdem Erfurts Tunjic die Abseitsfalle der Bremer mit einem einfachen Steilpass ausgehebelt hatte, war es Wittmann, der zum Abschluss kommen konnte. Der Erfurter scheiterte aber am glänzend aufgelegten Wolf, der sich ganz breit vorm RWE-Stürmer aufgebaut hatte (8.).

Wie auch in den letzten Testspielen brauchten die Grün-Weißen zunächst eine kleine Anlaufzeit, um voll ins Spiel zu finden. Aber genau wie gegen RB Leipzig kamen die Weser-Kicker dann auch richtig ins Rollen. Der erste Treffer fiel in der 18. Minute. Cedrick Makiadi hatte im Mittelfeld einen Zweikampf gewonnen und direkt in den Lauf von Nils Petersen gespielt. Der des Werder-Stürmer umkurvte daraufhin in eiskalter Torjäger-Manier Erfurts Schlussmann und konnte ins leere Tore einschießen (18.). Mehmet Ekici baute die Führung nach tollem Makiadi-Flachpass noch vor der Pause aus (40.).

Torhungrig nach Wiederanpfiff



Wer nun dachte, der SV Werder lehne sich in der zweiten Halbzeit zurück, der irrte gewaltig: Wie die Feuerwehr kamen die Grün-Weißen aus der Kabine und so war es zum dritten Mal an diesem Abend Cedrick Makiadi, der wunderbar vorbereitete. Nach seiner Flanke köpfte Nils Petersen zunächst an den Querbalken, ehe Eljero Elia im zweiten Versuch, ebenfalls per Kopf, das Ding zum 3:0 in die Maschen haute (47.).

Nach einer Chance von Stolze (54.), die Wolf wieder einmal bravourös parierte, rollte der Werder-Express erneut an. Zunächst traf Sebastian Prödl per Kopf (64.), nachdem er innerhalb derselben Aktion jeweils Latte und Pfosten einmal voll erwischt hatte. Zwei Minuten später markierte Petersen seinen zweiten Treffer des Abends. Nach tollem Makiadi-Zuspiel ließ der 24-Jährige den Torwart erneut ins Leere laufen und schraubte das Ergebnis auf 5:0 hoch.

Nur Wolf bleibt drauf



Danach wechselte Dutt - abgesehen von Raphael Wolf - einmal komplett durch (69.). Auch wenn diese "zweite Garde" in den letzten 20 Minuten dann nicht mehr diese Intensität an den Tag legen konnte, wie es die Startelf vorher eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte, reichte es trotzdem noch, um das halbe Dutzend voll zu machen: Marko Arnautovic war es, der den Schlusspunkt zum 6:0-Endstand setzte (90.).

Am zufriedensten konnte sicherlich Robin Dutt nach Abpfiff sein. Seine Mannschaft hatte die Trainingsinhalte der Woche annähernd perfekt umgesetzt. Bereits am Sonntag, 28.07.2013, zum "Tag der Fans" wird der Werder-Coach dann sehen, ob auch gegen einen Premier-League-Club wie den FC Fulham (Anstoß 15 Uhr) diese super Leistung abgerufen werden kann.