München - Der letzte Spieltag hat die restlichen Entscheidungen hervorgebracht: Bayer Leverkusen schafft die direkte Champions-League-Qualifikation, Gladbach rettet sich in die Relegation, Frankfurt steigt ab. bundesliga.de hat die Reaktionen der Trainer zusammen gestellt.

Borussia Dortmund - Eintracht Frankfurt 3:1 (0:0)

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Das ist schon eine skurrile Situation: Wir feiern die deutsche Meisterschaft, und die Eintracht steigt ab. Das ist zweifellos ein großer Tag für den BVB. Der 14. Mai wird in die Geschichte eingehen.

Trainer Christoph Daum (Eintracht Frankfurt): Im Gegensatz zum BVB wird bei uns Ruhe einkehren, die aus einer Enttäuschung resultiert. Wir werden möglichst schnell die Planungen für die 2. Liga aufnehmen. Das Ziel kann nur der Wiederaufstieg sein.


Hamburger SV - Borussia Mönchengladbach 1:1 (0:1)

Trainer Michael Oenning (Hamburger SV): Erst in der zweiten Halbzeit haben wir so gespielt, wie es sich für ein Heimspiel gehört. Nach dem Ausgleichstreffer waren wir wieder da und hatten auch die Chance zum Sieg. Ich habe mich gefreut, dass die Mannschaft diese ganze Sache ernst genommen hat.

Trainer Lucien Favre (Borussia Mönchengladbach): In der erste Halbzeit haben wir gut gespielt, danach wurde es mir ein bisschen zu kompliziert. Es gab auch zu viele Ballverluste. Ich bin mit unserer Situation nicht unzufrieden, aber natürlich stehen uns jetzt noch zwei schwere Spiele bevor.


Hannover 96 - 1. FC Nürnberg 3:1 (1:1)

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Es war eine sehr umkämpfte Partie. Wir hatten zu Beginn der zweiten Halbzeit auch sehr viel Glück, aber dann haben wir den Druck erhöht und zum richtigen Zeitpunkt die Treffer erzielt. In den letzen 30 Minuten haben wir gezeigt, dass wir zu Recht Vierter geworden sind. Das war eine besondere Saison mit allen Facetten des Fußballs.

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): Hannover hatte den nötigen Biss und das letzte Quäntchen Glück gehabt. Beide Mannschaften haben mit offenem Visier gespielt. Das war ein gelungener Abschluss für eine tolle Saison beider Teams.


SC Freiburg - Bayer Leverkusen 0:1 (0:1)

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Es war ein emotionaler Tag für mich. Wenn Leverkusen es nicht direkt in die Champions League geschafft hätte, dann hätte ich es mit Leverkusen in der Quali geschafft. Beide Trainer haben bis zur letzten Minute alles für ihren Verein gegeben. Mir fällt ein Stein vom Herzen, dass wir einen einstelligen Tabellenplatz wahren konnten.

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Gerade in dieser Woche ist einiges passiert. Man hat dann in den 90 Minuten gesehen, zu was meine Mannschaft in der Lage ist. Sie war sehr gut organisiert und motiviert. Wenn wir nicht diese Topleistung abgerufen hätten, hätten wir nicht gewinnen können. Ich freue mich besonders für meine Spieler.


FC Bayern München - VfB Stuttgart 05 2:1 (1:1)

Trainer Andries Jonker (Bayern München): Das richtige Wort heute ist zufrieden. Wir haben nichts gewonnen, wir haben nur das Mindestziel erreicht. Das ist kein Grund, groß zu feiern. Es wäre heute einfacher gewesen, wenn Miro (Anm. d. Red: Miroslav Klose) diese Chance genutzt hätte.

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Erst mal Glückwunsch an den FC Bayern für die Champions-League-Qualifikation. Wir sind hier sehr beherzt aufgetreten, es war spannend zu sehen, wie wir ohne Druck zurechtkommen. Wir hatten jetzt ein Jahr mit Druck hinter uns. Wir haben es versäumt, das zweite Tor zu machen. Die Enttäuschung der Mannschaft war doch relativ groß. Ich habe ihr trotzdem ein Riesen-Kompliment.


1. FC Köln - FC Schalke 04 2:1 (1:0)

Interimstrainer Volker Finke (1. FC Köln): Über 60 bis 70 Minuten war es ein erfreulicher Auftritt der Mannschaft. Ich bin sehr froh, dass wir diese Punkte und somit einen etwas besseren Tabellenplatz geholt haben. Kompliment an die Mannschaft, dass sie es so hingekriegt hat.

Trainer Ralf Rangnick (Schalke 04): Wir hatten uns das heute anders vorgestellt, sowohl von der Leistung als auch vom Ergebnis her. Die erste Halbzeit war richtig schlecht. Die letzte halbe Stunde war in Ordnung, da hatten wir die Chance auf den Ausgleich, aber im Moment fehlen uns das Glück und das Selbstbewusstsein.


1. FC Kaiserslautern - Werder Bremen 3:2 (3:1)

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Wir haben hervorragend begonnen. Man hat gesehen, dass die Mannschaft unbedingt gewinnen wollte. Am Schluss haben wir es dann ins Ziel gerettet. Der Sieg war das i-Tüpfelchen auf eine fantastische Saison.

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Wir haben einen Start hingelegt, der natürlich nicht berauschend war. Da musste man Angst bekommen, dass es richtig nach hinten losgeht. Ich bin dennoch zufrieden, wie wir dann aus der Pause gekommen sind. Wir müssen nun die Saison analysieren.


1899 Hoffenheim - VfL Wolfsburg 1:3 (0:1)

Trainer Marco Pezzaiuoli (1899 Hoffenheim): Es ist schade, dass wir die Saison mit einer Niederlage abgeschlossen haben. Schließlich hätten wir mit einem Sieg die Möglichkeit gehabt, die beste Rückrunde unserer Bundesliga spielen zu können. Aber immerhin haben wir mehr Punkte geholt als im letzten Jahr. Aber ingesamt war die Partie ein Spiegelbild der Saison, denn wir haben einmal mehr unsere Tore nicht geschossen und damit den Deckel nicht auf den Topf bekommen.

Trainer Felix Magath (VfL Wolfsburg): Ich bin sehr erleichtert, fühle mich aber auch unheimlich leer. Denn so eine Saison wie in diesem Jahr habe ich persönlich noch nie erlebt. Zwischendurch waren wir sogar einmal aufgrund der anderen Ergebnisse in der 2. Liga, doch dann hat die Mannschaft noch einmal ein anderes Gesicht gezeigt und sich selbst aus dem Schlamassel geholt. Nun haben sich die Spieler ein paar Tage Urlaub verdient und am Ende der Saison sind fast alle glücklich.