Hamburg - Hakan Calhanoglu war wieder einmal einer der auffälligsten Akteure beim Hamburger SV. Nicht nur, dass der Spielmacher beim 0:0 im Relegationshinspiel gegen Greuther Fürth vier Mal aufs Tor schoss, der türkische Nationalspieler gewann mit 22 Zweikämpfen auch die meisten auf dem Platz. Nach dem Schlusspfiff stand ihm die Enttäuschung über den verpassten Sieg aber ins Gesicht geschrieben.

Die Hoffnung vor dem Rückspiel am Sonntag in Fürth gab Calhanoglu jedoch nicht auf. "Es ist einfach unsere letzte Chance. Deshalb muss sich jeder von uns noch einmal 90 Minuten reinhauen", sagte der 20-Jährige im Interview.

Calhanoglu sprach auch über die Pleiten-Serie auf fremden Platz, die Unterstützung der Fans und das Rückspiel am Sonntag in Fürth.

Frage: Herr Calhanoglu, können Sie mit dem torlosen Unentschieden zufrieden sein?

Calhanoglu: Das Ziel war es erst einmal, kein Gegentor zu kassieren. Das ist uns auch gelungen. Leider haben wir das Tor nicht gemacht. Wir haben in der ersten Halbzeit viel versucht und haben gedrückt.  Am Ende steht leider nur ein 0:0. Damit müssen wir jetzt leben.

Frage: Die Fans haben Sie dabei von Beginn an bedingungslos unterstützt.

Calhanoglu: Ja, das war wirklich unfassbar. Der pure Wahnsinn. Sie haben uns 90 Minuten nach vorne gepeitscht. Leider konnten wir das nicht belohnen.

Frage: Was muss sich nun in Fürth ändern?

Calhanoglu: Wir müssen gar nicht so viel verändern, sondern müssen in Fürth an unsere Leistung aus dem Hinspiel anknüpfen. Vielleicht haben wir da das nötige Quäntchen Glück und können unsere Chancen nutzen.

Frage: Aber die Negativ-Serie auf fremden Platz ist nicht unbedingt ein Grund zur Hoffnung, oder?

Calhanoglu: Vielleicht sieht das ganze bei einem Zweitligisten anders aus. Ich glaube, dass wir deshalb auswärts viel besser spielen werden, als zuletzt in der Bundesliga.

Frage: Was macht Ihnen Hoffnung, dass der HSV auch in der kommenden Saison Bundesligist bleibt?

Calhanoglu: Es ist einfach unsere letzte Chance. Deshalb muss sich jeder von uns noch einmal 90 Minuten reinhauen.

Aus Hamburg berichtet Michael Reis