Bremen - Werder Bremen brennt nach sieben Pflichtspielen ohne Sieg im Nordduell gegen den FC St. Pauli auf Wiedergutmachung (So., ab 15 Uhr im Live-Ticker). Geschäftsführer Klaus Allofs streicht die Bedeutung der Partie heraus: "Das Allerwichtigste", so Allofs, seien momentan "vorzeigbare Ergebnisse".

Doch die Personalprobleme bei den "Grün-Weißen" sind nicht viel kleiner geworden. Claudio Pizarro, Marko Arnautovic und Daniel Jensen überstanden den Härtetest im Abschlusstraining nicht. Auch Mikael Silvestre steht nicht zur Verfügung stehen. Und auf Philipp Bargfrede muss Thomas Schaaf aufgrund der Gelb-Roten Karte in der Vorwoche gegen den FC Schalke 04 verzichten.

Almeida ist einsatzbereit, Kroos und Schmidt erneut im Kader

Hugo Almeida stand bei der abschließenden Einheit vor dem Derby indes wieder auf dem Trainingsplatz und gab anschließend "grünes Licht" für einen Einsatz am Sonntag. "Bei mir ist wieder alles okay. Ich kann spielen", verriet der Portugiese, der am Mittwoch in London aufgrund einer Zerrung im Oberschenkel noch passen musste.

Ebenfalls wieder im Kader stehen Torsten Frings, der am Mittwoch in London eine Sperre abgesessen hat, sowie die U-23-Akteure Dominik Schmidt, Felix Kroos, Onur Ayik, Lennart Thy, Pascal Testroet, die bereits gegen Tottenham im Bremer Aufgebot standen. Hinzu kommt auch Verteidiger Leon-Aderemi Balogun.

"Wir haben keine Krise"

Die "Kiezkicker" stehen nach fünf sieglosen Spielen in Folge ebenfalls unter Zugzwang, sind die Hamburger doch wieder bedrohlich nahe an die Abstiegszone gerutscht. Holger Stanislawski will nichts davon hören, dass die Clubs von Elbe und Weser unter ähnlichem Druck stehen: "Wir haben keine Krise und werden auch nach dem 17. Spieltag keine haben. Gegen Wolfsburg waren wir über 90 Minuten die dominantere Mannschaft, allein das Ergebnis hat noch nicht gestimmt."

Der Fußballlehrer erwartet "eine fußballerisch sehr starke Mannschaft, die natürlich mit einem gewissen Druck zu kämpfen hat. Bremen braucht die Punkte unbedingt, wir wollen sie unbedingt - so hat jeder seinen eigenen Rucksack zu tragen", stellte der 41-Jährige klar. "Wir wissen um die Brisanz dieser Partie und wollen entsprechend wieder an unsere Grenze gehen."

Sukuta-Pasu wieder einsatzbereit

Lediglich hinter dem Einsatz von Gerald Asamoah steht ein kleines Fragezeichen. Der Ex-Nationalspieler klagte in dieser Woche über Kniebeschwerden und absolvierte nur ein reduziertes Trainingsprogramm. Derweil ist Richard Sukuta-Pasu nach wochenlanger Pause (doppelter Bänderriss im Sprunggelenk) wieder einsatzbereit.

Stanislawski kündigte bereits an, dass sein Team auf keinen Fall einen ängstlichen Aufbaugegner abgeben wird: "Wir brauchen in Bremen nicht wie das Kaninchen vor der Schlange zu warten, sondern werden versuchen, das Maximum zu holen - genau wie zwei Wochen später auch in München."