München - Nach dem überraschenden Einzug ins EM-Viertelfinale wollen die Spieler der tschechischen Nationalmannschaft ihre Bärte bis zum Ausscheiden aus dem Turnier wachsen lassen. Die Polen haben keine gute Bilanz vorzuweisen. Die EM-Splitter vom Sonntag.

"Ich habe mich schon seit zwei Wochen nicht mehr rasiert. Viele andere Spieler machen auch schon mit", sagte Torhüter Petr Cech im Anschluss an den 1:0-Sieg gegen Co-Gastgeber Polen. Durch den zweiten Erfolg in Serie hatte sich sein Team in Wroclaw als Sieger der Gruppe A beim Turnier in Polen und der Ukraine das Ticket für die Runde der letzten Acht gesichert.

"Ich hätte nichts dagegen, wenn ich mich erst am 1. Juli wieder rasieren muss. Damit würde ich schon klarkommen", sagte der Keeper von Champions-League-Sieger FC Chelsea und konnte sich dabei ein Lachen nicht verkneifen. An diesem Tag findet in Kyiw das Endspiel der EM 2012 statt.

Persönlich würde Cech, der sonst eigentlich nur perfekt glattrasiert auftritt, der ungewohnt lange Bart nicht stören. "Aber ich habe ein bisschen Angst, dass sich die Kinder vielleicht vor mir erschrecken könnten", sagte der 30-Jährige.

Polen zweitschwächster EM-Gastgeber aller Zeiten



Mit nur zwei Punkten geht Polen als zweitschwächster EM-Gastgeber aller Zeiten in die Geschichte ein. Die Mannschaft von Trainer Franciszek Smuda holte aus ihren drei Vorrundenspielen zwei Remis und schied aus. Schlechter schnitt nur Österreich ab, das 2008 sogar nur einen Zähler verbuchte.

Co-Gastgeber Ukraine hat vor seinem abschließenden Gruppenspiel bereits drei Punkte auf dem Konto, muss aber noch um das Weiterkommen zittern. Bislang ist die EM 2008 in Österreich und der Schweiz das einzige EM-Turnier, bei dem nicht mindestens einer der Gastgeber die Vorrunde überstand. Zuvor hatte lediglich Belgien bei der EM 2000 die K.o.-Runde nicht erreicht. Co-Gastgeber Niederlande stieß allerdings bis ins Halbfinale vor.