Mit seinem engagierten Antritt in der 79. Spielminute leitete er den siegbringenden Treffer durch Mohamed Zidan für seine Dortmunder gegen Eintracht Frankfurt ein.

Rechtsverteidiger Patrick Owomoyela kommt beim BVB immer besser in Form und hat großen Anteil an der beeindruckenden Serie der Borussen in den vergangenen Wochen.

Gegen die Hessen feierte der BVB bereits den sechsten Sieg in Folge und darf vier Spieltage vor Saisonschluss auf einen Europapokal-Platz hoffen. Im Interview verrät Owomoyela, was seine Elf derzeit so stark macht und worauf es im Endspurt ankommt.

Frage: Herr Owomoyela, Glückwunsch zum 2:0-Erfolg über Eintracht Frankfurt. War dieser Sieg ein Geduldsspiel?

Patrick Owomoyela: Absolut. Wir haben uns in manchen Spielen schon leichter getan. Wir wussten, dass die Frankfurter nicht so schlecht sind und sie vielleicht auch etwas schlechter dastehen, als sie gemessen an ihren Möglichkeiten könnten. Von daher wussten wir, dass es schwer werden würde und wir geduldig sein mussten. Schließlich sind wird dann dennoch belohnt worden.

Frage: Das Siegtor durch Mohamed Zidan fiel erst in der 79. Spielminute. Haben Sie in der Schlussphase noch an den Sieg geglaubt?

Owomoyela: Auf jeden Fall. Es läuft momentan sehr gut und wir gehen selbstbewusst in unsere Spiele. Wir wissen eben, dass es manchmal bis zur 93. Minute dauern kann, ehe man auf die Siegerstraße gelangt. Gegen Frankfurt war das so ein Spiel. Wir mussten in dieser zerfahrenen Partie lange Zeit kämpfen und große Anstrengung aufbringen, um am Ende als Sieger vom Platz zu gehen. Uns war klar, dass wir unser Niveau hoch halten mussten, um dann irgendwann den verdienten Lohn zu bekommen.

Frage: Ihre Defensive hat sehr gut gestanden und dem Gegner fast keine Möglichkeit zum Torabschluss gegeben. Ist das derzeit ein Geheimnis des Erfolges beim BVB?

Owomoyela: Das ist immer der Schlüssel zum Erfolg. Je weniger man zulässt, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass man bei eigenem Agieren am Ende als Sieger vom Platz geht. Über weite Strecken haben wir Frankfurt kaum zur Entfaltung kommen lassen. Darüber hinaus hatten wir mehr Gelegenheiten vor dem gegnerischen Tor und das ist es, was uns momentan stark macht.

Frage: Jetzt geht es auf die Zielgerade in der Bundesliga. Ihr Rivale Schalke 04 liegt in der Tabelle nun hinter Ihnen. Wo geht der Blick in den restlichen vier Saisonspielen hin?

Owomoyela: Man schaut immer ein wenig in alle Richtungen, jetzt natürlich etwas interessierter nach oben. Wir spielen, um erfolgreich zu sein und das Woche für Woche. Wenn wir das weiterhin regelmäßig tun, können wir auch Woche für Woche hinschauen, was die anderen Teams machen. Wenn die dann nicht wollen, dann melden wir uns gerne und nehmen das mit.

Frage: Im Meisterjahr 2001/02 hat der BVB unter Matthias Sammer den Rekord aufgestellt, sechs Mal in Folge zu gewinnen. Unter Jürgen Klopp stehen Sie nun wieder an diesem Punkt. Muss der siebte Sieg und ein neuer Rekord her?

Owomoyela: Das ist natürlich eine schöne Randnotiz, aber darum geht es uns wirklich nicht. Es macht natürlich Spaß zu gewinnen, und wir haben alle im Verein etwas davon. Wir belohnen uns derzeit für die unheimlich harte Arbeit, die wir leisten und das soll auch weiter der Fall bleiben. Den Vorteil, dadurch die tabellarische Situation zu verbessern, nehmen wir natürlich gerne mit und schauen dann am Ende wo wir stehen.

Aufgezeichnet von Florian Bruchhäuser