Im Sommer kam Maximilian Nicu als einer der besten Vorlagengeber der 2. Bundesliga zu Hertha BSC Berlin. Und auch in Berlin will der offensive Flügelspieler seine Torgefahr unter Beweis stellen. Verletzungspech erschwerte dem gebürtigen Bayer allerdings zunächst die Vorbereitungsphase und die Integration in die neue Mannschaft.

Mittlerweile hat sich Nicu aber durch hartes Aufbautraining herangekämpft, markierte im Freundschaftsspiel gegen Newcastle United seinen ersten Hertha-Treffer und leitete mit seiner Vorbereitung das vorentscheidende 3:1 im DFB-Pokal gegen Eintracht Trier ein. Der Freistoßspezialist will mit Hertha angreifen und zeigen, dass er in die Mannschaft gehört.

Frage: Sie durften am Sonntag einen 2:0-Auftaktsieg gegen Eintracht Frankfurt feiern, für Hertha der erste seit neun Jahren. Besser kann man eigentlich nicht in die Saison starten?

Maximilian Nicu: Ja, das ist richtig. Mit einem Auftaktsieg haben wir auf jeden Fall die Weichen in die richtige Richtung gestellt. Denn wenn das erste Spiel verloren geht, findet man sich schnell weiter unten wieder und auf einmal spielt die Tabelle eine Rolle im Kopf. Andersherum ist es natürlich optimal.

Frage: Sie hatten ein bisschen Pech in der Vorbereitung und musstest sogar das Trainingslager in Stegersbach abbrechen. Wie schwierig war diese Zeit in der neuen Mannschaft?

Nicu: Es ist natürlich ein ganz blöder Auftakt, wenn man schon verletzt neu dazukommt und nicht sofort die Bindung zur Mannschaft hat. Man trainiert nicht richtig mit der Mannschaft und dann kommt noch dazu, dass man auch das Trainingslager abbrechen muss. Das war natürlich auch für mich persönlich unangenehm, weil ich dadurch die Hälfte der Vorbereitung verpasst habe, dadurch auch nicht optimal fit geworden bin. In den letzten zwei Wochen hat es sich aber einigermaßen reguliert und ich bin mittlerweile voll drin. Zwar fehlen mir im Fitnessbereich noch ein paar Prozentpunkte, aber ich denke, dass das mit der Zeit auch kommen wird.

Frage: Sie haben sich in den letzten Wochen wieder herangekämpft. Beim UEFA-Pokal-Rückspiel gegen Nistru Otaci standen Sie in der Startelf, in Trier und Frankfurt wurden Sie jeweils eingewechselt. Wie sehen Sie Ihre Chancen in der Mannschaft?

Nicu: Das ist schwer zu sagen, aber solange es mit der Mannschaft gut läuft, gibt es eigentlich keinen Grund, etwas zu ändern. Ich kenne diese Situation, von daher ist das in so einer Phase immer schwer zu sagen. Wenn wir aber davon ausgehen, dass wir in die UEFA-Pokal-Hauptrunde einziehen und auch im DFB-Pokal noch weiter kommen, dann wird es genug Spiele geben, in denen ich das eine oder andere Mal meinen Platz in der Startformation finde. Wenn ich dann meine Leistung bringe und gute Spiele abliefere, dann habe ich es auch verdient.