Der Zweitliga-Vorletzte SV Wehen Wiesbaden ist erstmals ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen und hat den abstiegsbedrohten Bundesligisten Karlsruher SC dabei kräftig blamiert.

Die Hessen setzten sich mit 1:0 (0:0) in Karlsruhe durch und bescherten ihrem neuen Trainer Wolfgang Frank ein Debüt nach Maß. Bei KSC-Coach Edmund Becker sind die Sorgen vor dem Start der Rückrunde am Sonntag beim VfL Bochum hingegen noch größer geworden.

Den entscheidenden Treffer für Wehen erzielte Stürmer Ronny König in der 73. Minute. König profierte dabei von einem schweren Fehler in der Karlsruher Abwehr, ließ Torhüter Markus Miller keine Chance und markierte sein zweites Tor im laufenden Wettbewerb.

KSC mit enttäuschender Leistung

Der KSC bot eine enttäuschende Vorstellung und muss sich am Sonntag beim VfL Bochum deutlich steigern, um nicht erneut als Verlierer vom Platz zu gehen. Die Gastgeber taten sich gegen die von ihrem neuen Trainer gut organisierten Gäste schwer.

Auch die beiden Rückkehrer Giovanni Federico und Marco Engelhardt konnten im Wildparkstadion und unter den Augen von Neuzugang Dino Drbic auf der Tribüne kaum Akzente setzen.

Kennedy verfehlt knapp

Federico, der Karlsruhe vor eineinhalb Jahren als bester Zweitliga-Schütze ins Oberhaus geführt hatte und in der Winterpause von Borussia Dortmund ausgeliehen wurde, scheiterte bei seiner besten Aktion mit einem Kopfball (37.). Zuvor hatte Stürmer Joshua Kennedy in der elften Minute mit einem Schuss knapp das Tor verfehlt. Zudem klärte Wehens Torhüter Alexander Walke gegen Antonio da Silva (32.).

Becker musste weiter auf seinen Abwehrchef und Kapitän Maik Franz verzichten, der am Donnerstag an der Ferse operiert wird. Für Franz, der etwa drei Monate ausfällt, gaben die Badener vor dem Spiel die Verpflichtung von Drbic vom kroatischen Meister Dinamo Zagreb bekannt. Drbic wird sein Debüt am Sonntag in Bochum geben.

Kaum Chancen für den KSC

Auch nach dem Seitenwechsel konnte Karlsruhe die Hessen kaum in Bedrängnis bringen. Federico (54.) verfehlte nach guter Vorarbeit von Stefano Celozzi das Tor. König sorgte dann mit seinem Treffer für den durchaus verdienten Erfolg der Gäste, die in der Schlussphase noch das nötige Glück auf ihrer Seite hatten.

Schema:

Karlsruhe: Miller - Celozzi, Sebastian, Buck, Carnell (79. Görlitz) - Mutzel, Engelhardt (71. Stindl) - Timm, Federico, da Silva - Kennedy (71. Freis)

Wiesbaden: Walke - Simac, Kopilas, Glibo, Schönheim - Siegert (70. Ziegenbein), Panandetiguiri, Schwarz, Orahovac (88. Hübner) - Ziemer (82. Diakite), König

Schiedsrichter: Knut Kircher (Rottenburg)

Tor: 0:1 König (73.)

Gelbe Karten: - Schwarz