Köln - Menisken gibt es an verschiedenen Stellen im menschlichen Körper. Wenn man bei Fußballern von Meniskus-Problemen spricht, geht es aber immer um die im Knie.

Menisken sind halbmondförmige (im Knie) Knorpel im Gelenk. Ihre Aufgabe ist es, die Zugkräfte an den Gelenkflächen der Knochen aufzunehmen. Zudem sorgen sie durch ihre Elastizität für eine erhöhte Beweglichkeit, die beim direkten Kontakt der Knochen nicht möglich wäre. Gehen die Menisken kaputt, reiben die Gelenkflächen aneinander und es entsteht Arthrose. Beim Fußball werden die Menisken starke beansprucht, da viele, schnelle Drehbewegungen, sowie schnelles Beugen und Strecken des Knies zu diesem Sport gehören. Werden diese Bewegungen jäh gestoppt oder zu heftig ausgeführt, können die Menisken kaputt gehen.

Beim Fußball werden die Menisken starke beansprucht, da viele, schnelle Drehbewegungen, sowie schnelles Beugen und Strecken des Knies zu diesem Sport gehören. Werden diese Bewegungen jäh gestoppt oder zu heftig ausgeführt, können die Menisken kaputt gehen.

Viele Fußballer haben zudem unbemerkte Vorschädigungen, die in Momenten heftiger Belastung dazu führen, dass Strukturen reißen. Häufig werden Menisken auch bei anderen Knieverletzungen wie beispielsweise Kreuzbandrissen zusätzlich in Mitleidenschaft gezogen. Die Verletzung des Innenmeniskus ist häufiger, als die des Außenmeniskus. Abgesehen von akuten Verletzungen verschleißen Menisken.

Mit zunehmendem Alter leiden vor allem Männer unter degenerativen Veränderungen.

Einer der verbreitetsten Meniskusschäden ist der Korbhenkelriss (siehe Bild unten). Der freie Rand des Meniskus wandert zwischen die Gelenkkörper und reißt. Dabei werden Teile des Meniskus vom Rest getrennt und ins Kniegelenk verschoben. Das ist sehr schmerzhaft und kann dazu führen, dass die Beweglichkeit des Knies stark oder sogar vollständig eingeschränkt wird.

Auch bei einem Radiärriss kann eine Bewegungsbeeinträchtigung entstehen, wenn der gerissene Teil in das Gelenk „umklappt“.

Wenn ein Meniskusschaden die Beweglichkeit einschränkt oder Schmerzen verursacht, wird der gerissene Teil im Normalfall operativ entfernt (Meniskusresektion). Es gibt auch die Möglichkeit, die gerissenen Teile anzunähen (Meniskusrefixation). Da hierbei aber die Regenerationsphase wesentlich länger ist, wird diese Methode im Profifußball normalerweise nicht angewandt.

Es ist auch möglich, einen Spendermeniskus oder einen künstlichen als Ersatz einzusetzen. Das ist aber sehr selten.

Nach einer Meniskusresektion kann sehr schnell wieder mit Sport und Aufbautraining begonnen werden. Oft wird schon am Tag der OP mit hoher Belastung gearbeitet. Einsätze in der Bundesliga sind bei den meisten Profis nach sechs bis acht Wochen wieder möglich.

Sebastian Stenzel

Bilder: © Wikipedia