Borussia Mönchengladbach hatte den FC Bayern am Rande einer Niederlage
Borussia Mönchengladbach hatte den FC Bayern am Rande einer Niederlage
Bundesliga

Taktik-Analyse: Was die Liga von Gladbach lernen kann

Köln - Borussia Mönchengladbach hat sich im Topduell ein 0:0 gegen den FC Bayern München erkämpft. Die Borussen waren taktisch hervorragend eingestellt und hatten den FCB sogar am Rande einer Niederlage. Eine Analyse, wie die Fohlen gegen den FC Bayern gespielt haben.

Starke Abwehr ist die Grundlage

Lucien Favre war im Interview nach dem Spiel am Sonntag Abend sichtlich zufrieden. Das sieht man bei dem perfektionistischen Taktikfuchs selten. Aber im Gespräch merkte man, dass sein Matchplan aufgegangen ist. "Wir haben in der erste Halbzeit nicht so gut gespielt, aber die Ruhe behalten. In der zweiten Hälfte haben wir mehr mitgespielt und das gut gemacht. Das hat mir gefallen", sagte Favre. Bei "Sky" gab er außerdem zu Protokoll, dass er im Training an fünf Phasen des Spiels arbeiten ließ. Dass die Spieler immer wussten, was sie zu tun hatten, sah man dann auch auf dem Feld.

Was muss Dortmund gegen Bayern tun?

Jürgen Klopp und der BVB werden sich das Spiel der Gladbacher ganz bestimmt genau anschauen. Daran tun sie gut, denn auch Borussia Dortmund hat - unabhängig von der aktuellen Krise - die Spieler und die Anlagen, um den Bayern gefährlich zu werden. Konkret muss die Abwehr stabiler stehen als zuletzt. In keinem Spiel dieser Saison blieben Mats Hummels und Co. ohne Gegentreffer. Das gegen den FCB zu ändern, ist schwer, aber notwendig.

Wichtig dabei ist auch, dass der BVB zur richtigen Zeit und an den richtigen Stellen attackiert. Den Bayern das Zentrum zu überlassen, mag zwar auf den ersten Blick riskant aussehen. Da die Münchner ihre meisten Angriffe aber über Außen aufbauen, ist diese Maßnahme bis kurz vor den Strafraum durchaus sinnvoll.

Darüber hinaus würde Klopp gut daran tun, sprintstarke Spieler einzusetzen und im Angriff großen Wert auf Ballsicherung zu legen. Diese Kombination kann dem Tabellenführer durchaus weh tun.

Sebastian Stenzel