Köln - Ein Spieltag bleibt in dieser Bundesliga-Saison noch und vor allem der Kampf um die Teilnahme an der Europa League in der kommenden Spielzeit läuft noch auf Hochtouren. Doch wer darf eigentlich wann in welcher Runde der EL dabei sein? Das Prozedere ist nicht ganz einfach - bundesliga.de erklärt, wie es regulär läuft und welche Sonderfälle zu beachten sind.

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Grundsätzlich ist die Teilnahme an internationalen Wettbewerben klar geregelt. Durch die gute Position der Bundesliga in der Fünfjahreswertung der UEFA stehen dem deutschen Fußball derzeit vier Plätze in der Champions League (drei Mal Gruppenphase, ein Mal Playoffs) und drei in der Europa League (zwei Mal Gruppenphase, ein Mal 3. Qualifikationsrunde) zu. Während sich die Vergabe der CL-Plätze strikt an der Tabellenposition (die Teams auf den Plätzen eins bis vier sind dabei) orientiert, unterliegt die Qualifikation zur EL einigen Sonderregelungen.

Unterlegener Pokalfinalist geht leer aus

Direkt in der EL-Gruppenphase dabei sind im Normalfall der Fünftplatzierte der Bundesliga-Tabelle und der DFB-Pokalsieger. Die Mannschaft auf dem sechsten Tabellenplatz zieht derweil in die 3. Qualifikationsrunde der Europa League ein, muss sich also zunächst noch in einer zusätzlichen K.O.-Runde und der darauf folgenden Playoff-Runde durchsetzen, bevor es dann in die EL-Gruppenphase geht.

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Etwas komplizierter wird es, wenn der Sonderfall eintritt, dass sich der DFB-Pokalsieger bereits über die Bundesliga für die Champions League qualifiziert hat. Da Borussia Dortmund ins DFB-Pokalfinale eingezogen ist und in der Bundesliga mindestens den vierten Rang belegen wird, ist dieses Szenario am Ende dieser Saison durchaus denkbar. Denn sollte der BVB das Pokalfinale für sich entscheiden können, wäre Dortmund theoretisch sowohl für die CL als auch für die EL qualifiziert. Da aber jeder Club nur an einem der beiden UEFA-Wettbewerbe teilnehmen darf, wird die EL-Startberechtigung innerhalb der Bundesliga an das nächstbeste Team - den Tabellensiebten - weitergereicht. Bis zur Saison 2013/14 durfte auch der Verlierer des DFB-Pokalfinales an der Europa League teilnehmen - diese Regelung wurde allerdings zu Gunsten des Tabellensiebten abgeschafft.

Siebter würde von BVB-Pokalsieg profitieren

Die Mannschaft, die am Saisonende den siebten Tabellenplatz belegt, würde also von einem Dortmunder Pokalsieg profitieren und dürfte an der 3. Qualifikationsrunde der Europa League teilnehmen. So könnte bereits der siebte Rang in der Bundesliga, den derzeit der 1. FC Köln belegt, in dieser Saison zur Teilnahme am internationalen Geschäft reichen. Der Umweg durch die 3. Qualifikationsrunde und die darauf folgende Playoff-Runde würde dem Sechstplatzierten dann ebenso wie dem Fünftplatzierten erspart bleiben - beide wären direkt für die EL-Gruppenphase qualifiziert.

Sollte jedoch Eintracht Frankfurt und nicht Borussia Dortmund das Pokalfinale am 27. Mai im Berliner Olympiastadion gewinnen, bleibt alles bei der Normalregelung. Die SGE wäre als DFB-Pokalsieger ebenso wie der Bundesliga-Fünfte direkt für die Gruppenphase qualifiziert, der Tabellensechste müsste zunächst in der 3. Qualifikationsrunde der EL antreten. Die Mannschaft auf dem siebten Platz in der Bundesliga ginge leer aus.

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