Köln - Köln - Die Länderspielpause ist vorbei, ab Freitag rollt in der Bundesliga endlich wieder der Ball. Der 9. Spieltag steht an und wird gleich mit einer Kracherpaarung eröffnet. Der 1. FSV Mainz 05 empfängt Borussia Dortmund. Für den BVB-Coach Thomas Tuchel wird es das erste Wiedersehen mit dem Verein, bei dem er seine erfolgreiche Karriere als Bundesliga-Trainer startete. Weitere Knüller sind der Nord-Süd-Klassiker zwischen Werder Bremen und Bayern München sowie das Duell zwischen dem Hamburger SV und Bayer 04 Leverkusen.

Sechs Jahre arbeitete Thomas Tuchel für den 1. FSV Mainz 05. In seinem ersten Jahr war er für die Mainzer U19 verantwortlich, mit der er auf Anhieb die deutsche A-Jugend-Meisterschaft gewann. Kurz danach wurde der heute 42-Jährige zum Cheftrainer der Rheinhessen befördert. Bei 170 Bundesliga-Spielen saß er auf der Mainzer Bank, 65 Siege, 44 Unentschieden und 61 Niederlagen gab es dabei. Drei Mal belegten die 05er einen einstelligen Tabellenplatz, der 5. Platz in der Saison 2010/11 war die beste Mainzer Platzierung überhaupt.

Werders Angst vor der Münchener Torfabrik

Seine letzten sechs Partien als Mainzer Trainer gegen den BVB gingen alle verloren. Die Mainzer Tristesse gegen die Borussia endete erst in der Vorsaison nach dem Weggang von Tuchel. 2:0 gewann der von Kaspar Hjulmand trainierte FSV, nach einer 2:4-Niederlage im Rückspiel musste er gehen. Seitdem coacht Martin Schmidt Mainz 05, in 21 Spielen unter seiner Regie fuhr die Mannschaft 30 Punkte ein. Aktuell empfängt der Achte Mainz, den seit drei Spielen sieglosen Zweiten Dortmund. Mit einem Dreier könnten die Rheinhessen bis auf zwei Punkte an den BVB heranrücken.

Ganz anders stehen die Vorzeichen beim Spiel Werder Bremen gegen Bayern München. Noch vor fünf Jahren war es ein Duell auf Augenhöhe, mit keiner anderen Mannschaft hatten die Bayern mehr Probleme als mit den Hanseaten. Negativer Höhepunkt aus Bayern-Sicht war der 5:2-Sieg der Bremer in München im Jahr 2009. Die Zeiten sind vorbei, die letzten neun Bundesliga-Spiele gingen alle an die Elf von Pep Guardiola, die in den letzten fünf Spielen gegen Werder 28 Tore schoss und dabei u.a. 7:0, 6:0 und 6:1 siegte. Dagegen liest sich das Münchener 4:0 im Weserstadion aus dem Vorjahr fast schon moderat.

Ehemaligen-Treffen in Hamburg

Im Hamburger Volksparkstadion will der HSV nach zuletzt zwei Niederlagen in Folge gegen Bayer 04 Leverkusen zurück in die Erfolgsspur finden. HSV-Retter Bruno Labbadia trifft in dem Spiel auf den Verein, mit dem er bei seiner ersten Station als Bundesliga-Trainer 2009 den Einzug ins DFB-Pokalfinale schaffte. Gegen die Werkself konnten die Norddeutschen ihre letzten beiden Heimspiele gewinnen. Und

Trotz sieben Punkten aus den letzten drei Bundesliga-Spielen läuft es in Leverkusen in dieser Saison noch nicht rund. Für Emir Spahic auf Hamburger Seite und Hakan Calhanoglu und Jonathan Tah bei Bayer 04 wird das Spiel gegen ihren Ex-Verein eine delikate Angelegenheit.

Tobias Gonscherowski