Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe: Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler des FC Schalke 04.

Der Formcheck

Die Ergebnisse in den Testspielen waren durchwachsen. Gegen Porto, Udinese Calcio und Enschede sprang nicht mehr als ein Unentschieden heraus. Zum Pflichtspielstart allerdings gaben sich die "Königsblauen" keine Blöße und erledigten ihre Pokalaufgabe mit dem 5:0-Sieg in Duisburg mit Bravour. Spielerisch ist die Handschrift des neuen Trainers immer besser zu erkennen. Das konsequente Pressing zu verinnerlichen, wird aber noch Zeit brauchen. "An den Automatismen müssen wir noch arbeiten", hat auch Breitenreiter erkannt.

Die Taktik

Mehr Tempo, mehr Einsatz, permanente Balljagd und effektives Pressing - auf Schalke soll nicht mehr viel an die abwartende Spielweise unter Roberto Di Matteo erinnern. Aggressiver und attraktiver Angriffsfußball ist das Ziel von André Breitenreiter. Grundgerüst für diese Art von Powerfußball ist dabei ein 4-4-2-System mit zwei Stürmern und Doppelsechs im Mittelfeld. Aber der Trainer hat dank des breiten Kaders Variationsmöglichkeiten, die er auch in der Vorbereitung getestet hat. Je nach Gegner und Ausrichtung sind auch eine 4-2-3-1-Formation oder ein 4-1-4-1 möglich.

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Die Neuzugänge

In allen Mannschaftsteilen hat Schalke sich zwar nur punktuell, aber dafür effektiv verstärkt. Für die Offensive kam aus Bremen mit Franco Di Santo (26) ein Stürmer mit Torjägerqualitäten (13 Treffer in 26 Spielen), der Klaas-Jan Huntelaar entlastet und zudem als ausgezeichneter Konterspieler gilt. Johannes Geis (21, Mainz 05) ist zwar noch jung, soll aber endlich dem Mittelfeld Struktur verleihen. Und mit Junior Caicara (26, Razgrad) und Sascha Riether (32, Freiburg) bewerben sich gleich zwei Außenverteidiger als Ersatz für den langzeitverletzten Uchida.

Der Schlüsselspieler: Johannes Geis

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Er ist jung und er ist neu, aber Johannes Geis soll der Schlüssel zu einer besseren und stabileren Saison sein. Das Selbstbewusstsein, die Chefrolle zu übernehmen, bringt der U21-Nationalspieler mit. Und die sportlichen Fähigkeiten auch, ist sein Trainer überzeugt: "Er ist der Dreh- und Angelpunkt bei uns im Zentrum." Geis soll und muss das Schalker Spiel aus der zentralen Rolle heraus lenken und leiten, umsichtig die Bälle verteilen, das Spiel bei Bedarf verlagern und mit präzisen Pässen die Offensive aus der Tiefe heraus ankurbeln. Netter Bonus: Der Youngster verfügt über ausgezeichnete Qualitäten als Freistoßschütze und schlägt gefährliche Standards.

Über den FC Schalke 04 berichtet Dietmar Nolte