Köln - Zum dritten Mal treffen Lazio Rom und Bayer 04 Leverkusen am Dienstagabend aufeinander, wenn die Werkself zum Hinspiel der Play-offs der Champions League nach Rom reist. 1999/2000 duellierten sich die beiden Clubs bereits in der Gruppenphase. Für die Werkself ist die Bilanz dabei nicht schlecht, beide Male trennten sich die Teams 1:1 - damit ist Leverkusen das einzige Bundesliga-Team, das auswärts bei Lazio nicht verlor.

In den Play-offs wollen beide Vereine nun erneut die Gruppenphase erreichen. Während sich Leverkusen jedoch erst letztes Jahr problemlos qualifizierte, liegt die letzte Teilnahme für Lazio Rom schon länger zurück: Seit 2007/08 - damals unter Trainer Delio Rossi - hat der Club nicht mehr die Gruppenphase der Champions League erreicht.

"Am Ende entscheidet die Tagesform"

Bayer-Coach Roger Schmidt weiß um das schwere Los, welches der Werkself zuteil wurde und sieht deshalb trotz mehr Erfahrung in der Königsklasse "keinen Vorteil". Leverkusen sei "auch nicht der Favorit". "Es wird ein Spiel auf Augenhöhe und am Ende entscheidet die Tagesform", gibt sich auch Sportchef Rudi Völler realistisch.

Für Schmidt ist es auch "nicht irgendein Spiel. Vom Gefühl her ist es schon ein Achtelfinale". Vom schwierigen Gegner ist er dennoch begeistert: "Lazio hat ein klares Konzept. Mir gefällt, wie sie agieren. Sie wollen mit Sicherheit auch eine gute Ausgangslage fürs Rückspiel, daher gehe ich davon aus, dass sie nach vorne spielen werden."

Und Lazios Trainer Stefano Pioli findet "Bayer 04 ist ein kompaktes und solide spielendes Team. Wir haben Respekt vor dem Gegner, aber mein Vertrauen in meine Jungs ist groß."

Premiere für Christoph Kramer

Respekt dürfte auch Leverkusen vor Lazios Mittelstürmer haben: Miro Klose spielte zwischen 2000 und 2011 in der Bundesliga 23 Mal gegen Leverkusen und erzielte dabei acht Tore. Außerdem ist er mit 71 Treffern Rekordtorschütze der deutschen Nationalmannschaft.

"Wir wollen uns eine gute Ausgangslage für die kommende Woche erspielen", erklärte Christoph Kramer das Ziel für das Hinspiel. Für Kramer wird es eine Premiere: "Ich freue mich, zum ersten Mal die Hymne zu hören, aber viel lieber würde ich in einem Monat mein erstes richtiges Champions League-Spiel machen", betonte Kramer deshalb.

Personalsituation

Roger Schmidt kann außer auf die Langzeitverletzten Tin Jedvaj und Ömer Toprak fast auf das komplette Team zurückgreifen, nur der Einsatz von Lars Bender ist noch nicht endgültig geklärt. Für ihn stünde der chilenische Neuzugang Charles Aránguiz parat, der genau wie beim 2:1-Sieg am ersten Bundesliga-Spieltag gegen Hoffenheim wieder im Kader steht.

Lazio-Coach Pioli muss neben Stürmer Filip Djordjevic (Sprunggelenk) auch auf Stammkeeper Federico Marchetti verzichten, der mit einem Rippenbruch ausfällt.

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