Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe: Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler vom FC Ingolstadt 04.

Der Formcheck

Die Ergebnisse der Vorbereitung taugen nur bedingt als Indikator: Siegen gegen Brünn, Celta de Vigo und Udine standen zuletzt eine Niederlage gegen RB Leipzig und ein 1:1-Remis gegen den FC Al Wahda gegenüber. Wenig aussagekräftig, zumal die Verantwortlichen schon im Vorfeld angekündigt hatten, dass der laufintensive Fußball, den Hasenhüttl auch in der Bundesliga spielen lassen will, einer intensiven Konditionsarbeit bedarf – in Topform will man spätestens am 15. August sein – beim ersten Ligaspiel in Mainz.

Die Taktik

Die taktische Grundformation wird in der Regel ein 4-3-3 sein, klassische Strafraumstürmer wie es Hasenhüttl einst selbst war, sind hier nicht gefragt. Nach Ballverlust wird der Gegner früh angelaufen und so lange gejagt, bis der Ball wieder in den eigenen Reihen ist. Nichtsdestotrotz werden auch Standards – DIE Waffe der Schanzer in der 2. Bundesliga – ein probates Mittel bleiben.

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Die Neuzugänge

Der FC Ingolstadt hat einige Wunschspieler nicht bekommen, weil die lieber zu reicheren Konkurrenten wechselten. Schlagend widerlegt ist damit das gängige Vorurteil, man verfüge über unbegrenzte finanzielle Mittel. De facto liegt der Etat unter 20 Millionen Euro. Geholt wurde vor allem Erfahrung. Linksverteidiger Markus Suttner dürfte zu Saisonbeginn gesetzt sein, die erfahrenen Romain Brégerie und Elias Kachunga (Bild) sind zumindest nah an der Stammelf, Keeper Örjan Nyland liefert sich mit Ramazan Özcan ein Kopf-an-Kopf-Rennen.

Der Schlüsselspieler: Pascal Groß

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Pascal Groß, Denker und Lenker im Mittelfeld, Standardspezialist, Führungsspieler. Keine Frage: Einen Spieler wie den gebürtigen Mannheimer könnte auch mancher Konkurrent gut gebrauchen. Sieben Tore und 23 Assists steuerte Groß in der abgelaufenen Zweitligasaison bei. Nun will der ehemalige Karlsruher in der Bundesliga für Furore sorgen.

Über den FC Ingolstadt berichtet Christoph Ruf