München - Keine Zeit zum Durchatmen für den FC Bayern München und den SV Werder Bremen. Am Dienstagabend um 20.30 Uhr empfängt der FCB die Bremer zum Halbfinale des DFB-Pokals.

Die Ausgangssituation ist klar. Der Rekordmeister geht im eigenen Stadion als Favorit in die Partie. Doch das schreckt die Bremer, die in der Bundesliga am Wochenende einen 3:2-Sieg gegen den VfL Wolfsburg feierten, keineswegs ab. Kapitän Clemens Fritz erinnert daran, dass die Lage auch im Achtel- und Viertelfinale nicht anders war. "Die Favoritenrolle war auch in Gladbach und Leverkusen klar verteilt. Für uns ist alles möglich, der Glaube daran muss nur sehr stark sein."

Skripnik will einen mutigen Auftritt sehen

In der Tat räumten die Bremer in den vorherigen Runden mit Borussia Mönchengladbach (4:3) und Bayer Leverkusen (3:1) zwei höher eingeschätzte Teams aus dem Weg - jeweils auswärts. Trainer Viktor Skripnik gibt daher als Marschroute vor, mit Mut in die Partie zu gehen. "Das ist ein Spiel, in dem alles möglich ist. Wir glauben an uns und wollen unbedingt einen starken Tag erwischen", sagt der Werder-Coach.

Skripnik kann gegen Bayern seine bestmögliche Elf aufs Feld schicken, auch Innenverteidiger Papy Djilobodji ist wieder mit von der Partie. "Wir sind froh, dass er uns wieder zur Verfügung steht", erklärt Skripnik.

Guardiola: "Wir brauchen unsere Fans"

Sein Gegenüber Pep Guardiola wird derweil nichts dem Zufall überlassen. Die Bayern haben noch alle Chancen, sich in dieser Saison gleich drei Titel zu sichern. Gegen Bremen läuft daher die bestmögliche Elf auf. Auch der zuletzt geschonte Javi Martinez ist wieder mit dabei. Guardiola weiß: "Ein Halbfinale ist immer schwer." Er erhofft sich Unterstützung der FCB-Anhänger. "Wir brauchen unsere Fans." Die Allianz Arena wird mit 75.000 Zuschauern ausverkauft sein, knapp 8.000 davon kommen aus Bremen.

Guardiola warnt davor, den Gegner auf die leichte Schulter zu nehmen und betont die Bedeutung, die der Pokal für ihn hat: "Ich will das Finale erreichen. Wenn wir bereit und fokussiert sind, haben wir unsere Chance."

Es geht um viel am Dienstagabend. Für Bayern und Bremen verbieten sich damit Gedanken an das nächste Wochenende. Dann kann der FCB theoretisch schon Deutscher Meister werden, während die Bremer zum wichtigsten Nordderby der letzten Jahre reisen. In Hamburg geht es am Freitagabend für Werder gegen den Abstieg aus der Bundesliga.