München - Im ausverkauften Borussia-Park kommt es zwischen dem Tabellen-Vierten Borussia Mönchengladbach und dem ersten Verfolger FC Schalke 04 zum Duell um die Qualifikation für die Champions League, während der FC Bayern München am 15. Spieltag zum Nord-Süd-Klassiker bei Bremen antritt (Live-Ticker am Samstag ab 15 Uhr).

bundesliga.de wirft einen Blick voraus auf die Duelle des Samstagnachmittags.

 

Borussia Mönchengladbach - FC Schalke 04

Zwei Kandidaten für die Qualifikation zur Champions League messen sich im ausverkauften Borussia-Park, wo der Tabellen-Vierte Borussia Mönchengladbach den ersten Verfolger FC Schalke 04 empfängt. Gladbach, das auf den achten Heimsieg in Folge schielt, würde seinen Vorsprung gegenüber Schalke mit einem Sieg  schon auf stattliche sieben Punkte ausbauen. „Dafür brauchen wir eine sehr gute Leistung“, sagt Trainer Lucien Favre, der warnt: „Sie haben gefährliche Spieler und können alle ein sehr hohes Tempo gehen." Mit Ausnahme des Innenverteidigers Alvaro Dominguez stehen Mönchengladbach alle Spieler zur Verfügung, nachdem Amin Younes wieder voll belastbar ist - also auch Angreifer Raffael, der bei der 0:1-Niederlage im letzten Duell noch für Schalke auflief und Julian Draxler Siegtreffer vorbereitete.

Trotzreaktion zeigen heißt die Maxime der Schalker. Gegen 1899 Hoffenheim unter der Woche das Aus im DFB-Pokal, nur ein Sieg (3:0 gegen den VfB Stuttgart) aus den letzten vier Pflichtspielen - „mit dem Auf und Ab können wir nicht zufrieden sein“, sagt Coach Jens Keller, der sich dennoch optimistisch gibt: „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir gegen die Borussia unser Gesicht aus dem Stuttgart-Spiel zeigen." Gladbachs Formstärke ist an Keller allerdings nicht vorbeigegangen, und die macht er vor allem vier Spielern fest: „Max Kruse, Juan Arango, Patrick Herrmann und Raffael sind derzeit sehr gut drauf und brandgefährlich.“ S04-Stürmer Chinedu Obasi fehlt in Mönchengladbach, Tim Hoogland ist fraglich, während Christian Clemens und Torwart Timo Hildebrand wieder fit sind. Ob der 34-Jährige aber wieder zwischen die Pfosten stehen wird, gibt Keller vorerst nicht bekannt: "Das bespreche ich zunächst einmal mit unseren Torhütern.“

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Werder Bremen - FC Bayern München

Folgt dem Orkantief das Sturmhoch? Der Deich jedenfalls hat seinen Job getan und das Weserstadion vor einem Wassereinbruch verschont, jetzt hoffen die Bremer auf ihren ersten Sieg seit über einem Monat. Dass es dafür einer ganz besonderen Leistung bedarf, hat Robin Dutt schon klargestellt.„Wenn wir gegen Bayern was holen wollen, müssen die elf Spieler ab der ersten Minute um ihr sportliches Leben rennen", sagt der Werder-Trainer. Allerdings haben die Hanseaten, die im Nord-Süd-Klassiker unter anderem ohne die verletzten Felix Kroos, Zlatko Junuzovic und Sebastian Prödl auskommen müssen, keines der vergangenen elf Aufeinandertreffen mit dem Rekordmeister für sich entscheiden können.

Die sind seit nunmehr 39 Spielen ungeschlagen und jagen derzeit vor allem ihre eigenen Rekorde. Auswärts ist Bayern seit 25 Partien ungeschlagen, am Samstag könnte der Tabellenführer die zwischen 1985 und 1987 aufgestellte Bestmarke erreichen. Gewarnt sollten die Bayern dennoch sein: Gegen kein anderes Team verlor der Verein so häufig wie gegen Werder, das den Münchnern auch mehr Gegentore (117) eingeschenkt hat als jeder andere. Trainer Pep Guardiola jedenfalls warnt schon: "Es wird mit jedem Sieg immer ein bisschen schwieriger als zuvor. Werder Bremen ist sehr aggressiv, hat eine gute Mentalität. Ich bin ein bisschen besorgt." Sorgenfalten könnte Guardiola auch der Ausfall von Arjen Robben bereiten, der für den Nord-Süd-Klassiker ebenso verletzt ausfällt wie Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, Xherdan Shaqiri und der Ex-Bremer Claudio Pizarro dagegen stehen nach ihren Verletzungen wieder im Kader.

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VfB Stuttgart - Hannover 96

In der Mercedes-Benz Arena kommt es für drei Stuttgarter zum Wiedersehen mit den ehemaligen Kollegen: Karim Haggui, Konstantin Rausch und Mohammed Abdellaoue schnürten in der letzten Spielzeit noch für Hannover 96 die Schuhe. Letztgenannter traf beim jüngsten 4:2-Sieg in Baden-Württembergs Hauptstadt sogar zwei Mal und ist nach längeren Verletzungsproblemen wieder ein Thema für die Startelf.  "Er befindet sich auf einem Level, bei dem wir darüber nachdenken, ihn reinzuschmeißen", sagt Trainer Thomas Schneider. Nach Niederlagen gegen Gladbach und Schalke fordert der 41-Jährige, der Arthur Boka, Cacau und Daniel Divadi weiterhin nicht zur Verfügung hat, im letzten Heimspiel des Jahres vollen Einsatz: "Das ist ein wichtiges Spiel für uns. Wir müssen mit unserer Körpersprache zeigen, dass wir alles daran setzen, das Spiel zu gewinnen."

Derweil erhofft sich Mirko Slomka einen Positivimpuls für die Aufgaben auf fremdem Terrain durch den 2:0-Erfolg letzte Woche gegen Eintracht Frankfurt, Hannovers erstem Sieg nach sieben Versuchen in der Bundesliga. In der Tabelle haben die Hannoveraner den VfB durch den Sieg hinter sich gelassen, auswärts klemmt es aber erheblich bei Slomkas Elf, dort ist sie 2013/14 noch ohne jeden Zähler. "Das sind ganz bittere Zahlen", sagt Slomka, der nach dem Sieg über Frankfurt meinte: "Wir haben sicherlich ist noch eine Menge Luft nach oben." Leon Andreasen und Mame Diouf haben ihre Oberschenkelprobleme überwunden und sind in Stuttgart mit von der Partie, für Edgar Prib und Christian Schulz kommt sie hingegen zu früh.

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Eintracht Frankfurt - 1899 Hoffenheim

In den Wettbewerben läuft's für Eintracht Frankfurt, in der Bundesliga hingegen hapert's: während die nächste Runde sowohl in der Europa League gesichert ist als auch im DFB-Pokal nach dem Sieg gegen den SV Sandhausen am Mittwoch, liegt die Mannschaft von Armin Veh  in der Liga auf Rang 15, nur drei Zähler vor einem direkten Abstiegsplatz. Schon seit dem 5. Spieltag wartet Frankfurt auf einen Sieg, und Kapitän Pirmin Schwegler scheint das Jahresende bereits herbeizusehnen. "Wir müssen uns jetzt noch mit ein paar Punkten in die Winterpause retten und dort neue Kräfte sammeln."

Ähnlich liest sich derweil die Geschichte Hoffenheims, das einen Platz vor Frankfurt liegt: 3:1 am Dienstag im Pokal bei Schalke 04, allerdings nur ein Remis aus den letzten vier Liga-Spielen. Spannung und Spektakel zumindest sind garantiert in dieser Saison, wenn die Kraichgauer involviert sind: mit 32 Treffern haben sie ebenso viele erzielt wie Tabellenführer Bayern München. Die Kehrseite: 34 Mal haben auch die Gegner schon getroffen. Möglicherweise Anlass für Markus Gisdol, im Tor wie in der letzten Pokal-Partie Jens Grahl dem bisherigen Stammkeeper Koeln Casteels vorzuziehen. "Ich weiß nicht, was am Samstag ist", kommentierte der Coach, dem nahezu der gesamte Kader zur Verfügung steht.

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Hamburger SV - FC Augsburg

Beflügelt vom Einzug ins DFB-Pokal-Viertelfinale (2:1 gegen den 1. FC Köln) und sieben Punkten aus den letzten drei Bundesliga-Auftritten geht der Hamburger SV in die Partie gegen den FC Augsburg. In der Imtech Arena der Bundesliga-Dino allerdings ohne seinen Dauerbrenner auskommen: Heiko Westermann, seit fast dreieinhalb Jahren in Hamburg, fehlt dem HSV aufgrund einer Knieverletzung erstmals in der Bundesliga und wird wohl wie im Pokal von Michael Mancienne ersetzt. Auch Spielmacher Rafael van der Vaart fehlt am Samstag gegen den Tabellennachbarn, dem Linksverteidiger Marcell Jansen viel zutraut: „Wir wissen, was auf uns zukommt. Augsburg hat einige gute Spiele gezeigt, sich aber nur selten belohnt."

Das scheint insbesondere auf die Auswärtspartien des FCA zuzutreffen, auf fremden Plätzen haben die Fuggerstädter nur vier der 17 Punkte gesammelt. Kein Grund zur Sorge aber für Coach Markus Weinzierl. "Wir haben in Hamburg noch nicht verloren, stehen aktuell vor dem HSV in der Tabelle. Das soll auch nach dem Spiel so bleiben", sagt der Coach, der bereits weiter vorausschaut: "Wir wollen uns eine gute Ausgangsposition für die Rückrunde verschaffen." Innenverteidiger Ragnar Klavan wird dabei am Samstag allerdings möglicherweise nicht mitwirken können, sicher nicht dabei ist Jan Moravek.

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