Köln - Am 14. August ist es endlich wieder so weit - die Bundesliga startet in die neue Saison. Bis dahin nimmt bundesliga.de die Clubs unter die Lupe: Formcheck, Taktik, Neuzugänge und Schlüsselspieler vom 1. FSV Mainz 05.

Der Formcheck

Eindeutig waren die Ergebnisse in der Vorbereitung immer: Mit schweren Beinen gab es ein 1:5 gegen den AS Monaco im Trainingslager in der Schweiz. Erholt besiegten die Mainzer aber Lazio Rom mit Weltmeister Miroslav Klose 3:0. Und beim letzten Test beim englischen Zweitligisten Rotherham unterlag die Elf von Trainer Schmidt 1:2. Heißt vielleicht: Mainz kann gegen jeden gewinnen, aber auch gegen jede Mannschaft verlieren - wenn nicht alle 100 Prozent Leistung bringen.

Die Taktik

"Wir wollen immer mehr laufen als der Gegner", sagt Trainer Martin Schmidt. An diesem Credo hält der Schweizer ebenso fest wie an der unter seinen Vorgängern Klopp und Tuchel verinnerlichten Spielweise der Pressing- und Gegenpressing-Schule. Das Pass- und Ballbesitz-Intermezzo unter Schmidts Vorgänger Kasper Hjulmand ist Geschichte. In der Defensive soll das Team künftig künftig  "Schwarmverhalten" (Schmidt) zeigen, das heißt: Kompakt und beweglich wie ein Schwarm Fische im Wasser wird künftig in Mainz hoch verteidigt. Darauf hat Schmidt im Trainingslager mit verschiedenen Spielformen den Schwerpunkt gelegt.

© DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Die Neuzugänge

"Wir sind nicht mehr ein Ausbildungsverein, sondern ein Weiterbildungsverein", sagt Manager Christian Heidel. Mainz will künftig vorwiegend Spieler verpflichten, die beim FSV den zweiten Schritt vor dem ganz großen ihrer Karriere machen wollen. Unter diesem Gesichtspunkt gibt es einige interessante Zugänge: Der junge Stürmer Yoshinuri Muto (Bild) zum Beispiel vom FC Tokio, Mittelfeldspieler Fabian Frei vom Schweizer Serienmeister  FC Basel, oder Maximilian Beister vom HSV. Hinzu kommen vielversprechende Zweitligaprofis wie Stürmer Florian Niederlechner (Heidenheim), Mittelfeldspieler Danny Latza (Bochum) oder Verteidiger Leon Balogun (Darmstadt).

Der Schlüsselspieler: Fabian Frei

© DFL DEUTSCHE FUSSBALL LIGA

Der Kader ist so breit und ausgeglichen besetzt wie vielleicht noch nie in der Bundesligageschichte des FSV. Möglich aber, dass der Schweizer Fabian Frei als neuer Taktgeber im Mittelfeld neue Akzente setzen wird. Frei ist ein eher feiner Spieler, der den kurzen Pass und den eigenen Weg nach vorne sucht – im Gegensatz zu Geis, der mit langen Pässen das Spiel von hinten eröffnete. Gelingt dem technisch starken Frei die Anpassung an den Mainzer Gegenpressing-Fußball, kann er zur prägenden Figur im FSV-Spiel werden.

Über den 1. FSV Mainz 05 berichtet Tobias Schächter