Die Vorfreude auf die Bundesliga-Rückrunde ist auch bei Manuel Neuer riesig - © Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
Die Vorfreude auf die Bundesliga-Rückrunde ist auch bei Manuel Neuer riesig - © Alexander Scheuber/Bundesliga/Bundesliga Collection via Getty Images
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Titelrennen, Torjägerduell, Fans und Co.: Fünf Gründe, sich auf die Bundesliga-Rückrunde zu freuen!

Am Wochenende ist die Bundesliga endlich wieder zurück: Mit dem Westschlager zwischen dem FC Schalke 04 und Borussia Mönchengladbach startet Freitag das zweite Halbjahr der Saison 2019/20, das wieder einmal packende Partien und stimmungsvolle Stadien verspricht. Das sind nur zwei der Gründe, sich auf die anstehende Rückrunde zu freuen.

1. Enges Rennen um die Meisterschaft

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RB Leipzig geht als Platzhirsch in die Rückrunde: Mit 37 Punkten sicherten sich die Sachsen um Torjäger Timo Werner die Herbstmeisterschaft. Doch die Verfolger des Teams von Trainer Julian Nagelsmann sind so zahlreich wie prominent: Borussia Mönchengladbach (35) will den Schwung aus dem ersten Halbjahr der Saison auch ins neue Jahr mitnehmen, die stürmischen "Fohlen" um Top-Angreifer Marcus Thuram sind in diesem Jahr ein heißer Kandidat für den Spitzenplatz in der Bundesliga. Dahinter lauern gleich zwei Schwergewichte in einer ungewohnten Verfolgerrolle: Der FC Bayern München geht mit vier Zählern Rückstand auf den Tabellenführer in die Rückrunde und will aus dem Windschatten im neuen Jahr zum Überholmanöver ansetzen, um den neunten Titel in Serie unter Dach und Fach zu bringen.

Nach oben schielt auch noch Borussia Dortmund: Die Schwarzgelben fehlen zwar sieben Punkte auf Herbstmeister Leipzig, doch der BVB hat sich in der Winterpause prominent verstärkt. Erling Braut Haaland, norwegisches Sturmjuwel, soll der Mannschaft von Trainer Lucien Favre die nötige Durchschlagskraft für die tabellarische Aufholjagd verleihen. Angewiesen ist die Konkurrenz allerdings auf Patzer der bisher stark auftrumpfenden Leipziger – insbesondere vor der Winterpause zeigten sich die Sachsen formstark. Der Vorsprung ist allerdings nicht riesig: In der vergangenen Saison holte der FCB noch den Titel, obwohl er zwischenzeitlich neun Punkte hinter Dortmund lag. Die Ausgangslage jedenfalls verspricht große Spannung für das Titelrennen in der Rückrunde!

2. Packendes Duell um die Torjägerkanone

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Ein Blick auf die Torschützenliste der Bundesliga verrät vor dem Start in die Rückrunde: Anders als im Titelkampf, den 2020 gleich mehrere Teams ausfechten, ist das Rennen um die begehrte Torjägerkanone ein packendes Duell. Ein Zweikampf der Spitzenklasse entspannt sich zwischen Robert Lewandowski und Timo Werner, der auch in der zweiten Halbserie der Saison seine Fortsetzung finden dürfte. Der polnische Weltklassestürmer in Diensten des FC Bayern München geht mit 19 Treffern in die Rückrunde, der Nationalspieler von RB Leipzig folgt ihm mit nur einem Tor weniger auf dem Fuße.

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Der Kronprinz im Ringen um die Krone des treffsichersten Stürmers ist angesichts der starken Bilanz seines Konkurrenten (30 Tore in drei Wettbewerben) voll des Lobes. "Das ist das Niveau von Messi und Ronaldo. Da muss man einfach auch anerkennen, dass er der Beste ist", schwärmt Werner von Lewandowskis Torgefahr. Doch auch der "Spieler des Monats" im November zeigte seine Qualitäten im Schlussspurt der Hinrunde: In den abschließenden acht Partien blieb Werner nur einmal ohne eigenen Treffer, satte zwölf Tore durfte der 23 Jahre alte Stürmer in dieser Phase bejubeln. Hält der Leipziger diese Form, dann dürfte es für Robert Lewandowski schwierig werden – mit der Titelverteidigung der Torjägerkanone und der Titelverteidigung mit dem FC Bayern München.

3. Neue Stars in der Bundesliga

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Auch in der Winterpause standen die Personalplanungen bei den Bundesligisten nicht still. Ganz im Gegenteil: Einige Clubs haben sich prominent verstärkt, um in der Rückrunde noch einmal anzugreifen. Einen großen Hoffnungsträger konnte dabei Borussia Dortmund verpflichten: Erling Braut Haaland stürmt ab sofort für den BVB – das norwegische Sturmjuwel war von allen Spitzenclubs Europas umworben, entschied sich aber für einen Wechsel aus Salzburg zu den Schwarzgelben. "Wenn Erling fit ist, bringt er ein neues Element in unser Spiel", schwärmte Dortmunds Trainer Lucien Favre in der "Sport Bild" von der BVB-Neuerwerbung: "Wir werden ihn in unser System integrieren und dann sicher viel Freude an ihm haben."

Doch nicht nur der BVB hat sich vor der Rückrunde noch einmal auf dem Transfermarkt bedient, auch andere Konkurrenten konnten vielversprechende Namen an Land ziehen: Revierrivale FC Schalke 04 sicherte sich beispielsweise die Dienste von Jean-Clair Todibo – der französische Abwehrspieler kommt auf Leihbasis vom FC Barcelona zu den "Königsblauen". Der 20 Jahre alte Verteidiger sei ein "sehr spannender Spieler mit Entwicklungspotenzial", so Schalkes Sportvorstand Jochen Schneider. Das gilt auch für den Neuzugang von Bayer 04 Leverkusen: Exequiel Palacios soll im Mittelfeld der "Werkself" für weitere Impulse sorgen, der 21 Jahre alte Argentinier, der von River Plate aus Buenos Aires an den Rhein wechselte, muss jedoch die ersten drei Partien erst einmal gesperrt zuschauen.

4. Spannung um den Klassenerhalt

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Nicht nur im Rennen um die Meisterschaft geht es in der Bundesliga eng zu, auch der Kampf um den Klassenerhalt gestaltet sich spannend wie selten zuvor: Ab Platz elf, den derzeit der 1. FC Union Berlin mit 20 Punkten bekleidet, beginnt die Zone der gefährdeten Teams, die allesamt in Schlagdistanz liegen. Zwischen dem Schlusslicht SC Paderborn 07 und den "Eisernen" liegen lediglich acht Zähler Abstand, dazwischen überwinterten mit Hertha BSC (19), Eintracht Frankfurt, 1. FSV Mainz 05 (jeweils 18), 1. FC Köln (17) vier weitere Teams vor den Abstiegsrängen. Auf dem Relegationsplatz rangiert vor dem Start in die Rückrunde Fortuna Düsseldorf (15), direkt absteigen müsste aktuell neben den Ostwestfalen aus Paderborn noch der SV Werder Bremen (14).

Eine überaus spannende Ausgangslage zu Beginn des neues Jahr, denn mit Frankfurt und Hertha BSC sind zwei Vereine im Abstiegskampf, die eher nach oben schauen wollten und auch 2020 wollen. Dazu kommt mit Bremen ein Club, der deutlich unter seinen Möglichkeiten gespielt hat und in der Rückrunde eine Aufholjagd starten will. Und auch die anderen Clubs sind im Rennen um den Klassenerhalt beileibe nicht zu unterschätzen: Immer wieder gelang es den vermeintlichen kleinen Mannschaften, gegen Top-Teams Ausrufezeichen zu setzen. Das dürfte auch im zweiten Halbjahr der Saison 2019/20 wieder für packende Partien in der unteren Tabellenhälfte sorgen.

5. Stimmungsvolle Stadien

>>> Taktik, Tore und mehr: Die Trends der Hinrunde 2019/20

Wenn ab dem 17. Januar die Rückrunde angepfiffen wird, ist eines klar: Die Fans werden wieder zahlreich in die Stadien der 18 Bundesliga-Clubs strömen. In der Hinrunde lag der Zuschauerschnitt abermals über 40.000 Besuchern, 40.782 Fans pro Bundesliga-Partie fanden den Weg in die zumeist größtenteils gefüllten Spielstätten. Das wird sich sicherlich auch im zweiten Halbjahr nicht ändern – auch der riesigen Spannung in allen Tabellenbereichen sei Dank. Im Titelrennen geht es in der Rückrunde nämlich genauso packend zur Sache wie im Abstiegskampf. Für stimmungsvollen Stadien dürfte daher in der Bundesliga weiterhin gesorgt sein.