Köln - Zwei Teams, ein Ziel: Nach den Niederlagen in der Liga wollen Borussia Mönchengladbach und der VfL Wolfsburg auf internationalem Parkett wieder in die Erfolgsspur zurück und am Donnerstag die Qualifikation für die Zwischenrunde der Europa League perfekt machen.

Sollten die Gladbacher beim FC Villarreal (ab 18:45 Uhr im Live-Ticker auf bundesliga.de) und die Wolfsburger gegen den FC Everton gewinnen (ab 20:50 Uhr im Live-Ticker), wäre den Fußball-Bundesligisten das Überwintern auf der europäischen Bühne nicht mehr zu nehmen. Zudem könnten sich beide Teams auf das direkte Duell am Sonntag einstimmen. Dann treffen die mittlerweile abgeschlagenen Bayern-Verfolger im Spitzenspiel aufeinander.

Gladbach will vorzeitige Qualifikation

Vor allem bei den Gladbachern schwang beim Abflug nach Spanien aber nach zuletzt zwei Ligapleiten in Folge auch ein Hauch von Ungewissheit mit. Das Selbstvertrauen und die Leichtigkeit nach 18 ungeschlagenen Spielen zum Saisonstart sind spätestens nach dem 1:3 gegen Frankfurt am vergangenen Wochenende verschwunden. Umso bedeutender: Das vorzeitige Erreichen der Zwischenrunde.

"Das wäre extrem wichtig, da wir uns dann bis zur Winterpause voll und ganz auf die Bundesliga konzentrieren könnten. Dafür werden wir alles geben, auch wenn uns keine leichte Aufgabe erwartet", sagte Granit Xhaka, ehe die Gladbacher am Mittwoch von Düsseldorf in Richtung Mittelmeer abhoben. Verrückt machen will sich die Borussia von den jüngsten Rückschlägen aber nicht. "Wichtig ist, dass wir in Villarreal nicht mit Wut im Bauch spielen, sondern motiviert und konzentriert", sagt Torhüter Yann Sommer.

Zumal es in der Tabelle der Gruppe A extrem eng zugeht. Sollten die Fohlen im Stadion El Madrigal nicht gewinnen, droht am 11. Dezember gegen den FC Zürich ein "Endspiel" um Platz zwei. Verzichten muss Trainer Lucien Favre in Spanien auf Weltmeister Christoph Kramer (Rückenbeschwerden), Innenverteidiger Martin Stranzl (Oberschenkelprobleme) und Defensivspieler Fabian Johnson (muskuläre Probleme).

Wölfe mit Lehren aus dem Hinspiel

Auch der VfL Wolfsburg musste nach einer langen Erfolgsserie am vergangenen Wochenende beim 2:3 bei Schalke 04 erstmals wieder einen Dämpfer hinnehmen. Vielleicht zur rechten Zeit. "Wenn man die Reaktion in der zweiten Halbzeit gesehen hat, muss man sagen: Für unsere Entwicklung war es vielleicht gut, dass wir verloren haben", sagte Manager Klaus Allofs, nachdem der VfL aus einem 0:3 noch fast ein 3:3 gemacht hatte.

Auf das Team von Trainer Dieter Hecking wartet allerdings eine schwere Aufgabe, im Hinspiel gab es eine bittere 1:4-Niederlage, die Wölfe waren bei ihrem ersten internationalen Auftritt seit Jahren ohne jede Chance. "Wir haben etwas gutzumachen, aber wir müssen mit klarem Kopf und Verstand spielen, nicht mit Wut im Bauch", sagte Hecking. Allerdings sieht die Personalsituation alles andere als gut aus. In Ricardo Rodriguez, Josuha Guilavogui und Vieirinha droht ein Trio auszufallen.

SID