Bundesliga

96 will durch Derby-Sieg aufatmen

Nach 43 Nordderbies in der Bundesliga führen die Hamburger mit 18:13 Siegen (bei zwölf Remis). Allerdings gewann der HSV lediglich zwei der letzten 14 Duelle gegen 96, Hannover feierte dagegen sechs Erfolge (bei sechs Remis).

    Im Hinspiel rettete ein umstrittener und von Jiri Stajner verwandelter Elfmeter den Hannoveranern in der 88. Minute einen Punkt (Endstand 2:2).

    Eklatante Kopfballschwäche im Doppelpack: Mit jeweils drei Kopfballtreffern stellen beide Teams die in dieser Hinsicht ungefährlichsten Mannschaften ligaweit. Zudem hat der HSV (13 Kopfball-Gegentore) auch noch die in dieser Hinsicht anfälligste Abwehr, gefolgt von den 96ern (elf Kopfball-Gegentore).

    96 kassierte in den letzten 13 Bundesliga-Spielen immer mindestens ein Gegentor - das ist mit weitem Abstand (kein anderes Team mehr als fünf Spiele) die aktuell längste Gegentorserie im Oberhaus.

    Der HSV schoss bereits 13 Treffer von außerhalb des Strafraums (Ligahöchstwert), und nur drei Teams kassierten mehr Gegentore von außerhalb des Strafraums als 96 (zehn).

    96 gewann keine der 20 Partien, in welchen die "Roten" in Rückstand gerieten (17 Niederlagen, drei Remis). Eine traurige Bilanz, die auswärts allerdings noch getoppt wird: In neun Auswärtsspielen lagen die 96er hinten, alle gingen auch verloren.

    Frühstarter: Die 13 HSV-Tore in der Anfangsviertelstunde sind mit Abstand Ligahöchstwert. Insgesamt 27 Treffer gelangen dem HSV vor der Pause, Höchstwert zusammen mit Leverkusen.

    Mit 54 Gegentreffern stellen die 96er die schlechteste Abwehr der Liga. Das war auch schon in der Vorsaison so (damals 69 Gegentore).

    Beim 0:1 in Gladbach kam Hamburgs Joris Mathijsen erstmals in dieser Saison nicht zum Einsatz - die ersten 27 Partien hatte er komplett durchgespielt. Kurios: in den letzten drei Spielzeiten verpasste der HSV-Kapitän immer den 28. Spieltag.

    Ruud van Nistelrooy gab bisher in seiner Bundesliga-Karriere neun Torschüsse (einer geblockt) ab, drei waren drin. Seine Chancenverwertung von 37,5 Prozent ist die beste aller Hamburger.