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Vor dem Klassiker: Die Dortmunder Defensive steht!

Jahrelang galt die Defensive bei Borussia Dortmund als große Schwachstelle. Doch klammheimlich hat der BVB seine Abwehrprobleme abgestellt. Mehr noch: Vor dem Klassiker gegen den FC Bayern München stellt die Mannschaft von Lucien Favre sogar die beste Verteidigung der Bundesliga.

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Wenn am Samstagabend um 18:30 Uhr mit dem FC Bayern München die beste Offensive der Bundesliga zu Gast im Signal Iduna Park ist, ist Borussia Dortmund bestens gerüstet. Denn: die Mannschaft von Lucien Favre stellt ligaweit aktuell die beste Abwehr und hat nach sechs Spieltagen gerade einmal zwei Tore kassiert. Zum Vergleich: Die Bayern stehen aktuell schon bei neun Gegentreffern.

Und das ist erstaunlich, galt die Verteidigung des BVB in den letzten Jahren doch immer wieder als Schwachstelle. Seit vier Spielen ist Dortmund sogar ohne Gegentor. Eine solche Serie gab es zuletzt vor drei Jahren. Überhaupt schenkte den Schwarz-Gelben in dieser Spielzeit nur der FC Augsburg Gegentreffer ein - in den restlichen fünf Partien stand jeweils die Weiße Weste nach 90 Minuten.

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Sinnbildlich dafür steht Mats Hummels. Der Abwehrchef ist einmal mehr der zweikampfstärkste Spieler der Bundesliga und hat auch 2020/21 71 Prozent seiner Duelle gewonnen. Daneben glänzt der 31-Jährige aber auch als Aufbauspieler mit bisweilen genialen Pässen über den halben Platz. Und neuerdings hat Hummels auch ungeahnte Torjägerqualitäten für sich entdeckt: Die letzten drei Ligatore für den BVB erzielte allesamt der Innenverteidiger, womit er damit sogar auf Platz zwei der vereinsinternen Torjägerliste hinter Erling Haaland steht.

Aber auch Manuel Akanji hat sich im Vergleich zur Vorsaison, wo der Schweizer einige Unsicherheiten in seinem Spiel hatte, deutlich gesteigert. Der 25-Jährige gibt dabei neben Hummels den Part des etwas aggressiveren Innenverteidigers, der schon früh den Angriff des Gegners zu unterbinden versucht. Akanji führt deshalb in der Summe deutlich mehr Zweikämpfe als Hummels, gewinnt aber anteilsmäßig weniger (51 Prozent). Was das Passspiel anbetrifft, gehört Akanji sogar ligaweit zu den besten Spielern: 95 Prozent seiner Pässe finden den Mitspieler.

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Und dann gibt es ja auch noch Emre Can. Der Winterneuzugang von Juventus Turin ist das dritte Glied der Dreierkette, nimmt jedoch von diesem Trio mit seinen häufigen Vorstößen die offensivste Rolle ein. Auch Can ist ein wahres Zweikampfmonster: Mit 70 Prozent gewonnener Duelle liegt er hier ligaweit auf Platz zwei hinter Hummels. Daneben ist er aber auch ein Spieler, der sinnbildlich für den Begriff des "Aggressive Leaders" steht. In 16 Bundesliga-Spielen für Dortmund kassierte er bereits sechs Gelbe Karten und hat in dieser Saison schon sechs Mal so viele Fouls begangen wie Nebenmann Akanji.

Nach einem positiven Corona-Test und leichten Symptomen war Can jedoch zuletzt in Quarantäne. Ob der 26-Jährige für den Klassiker gegen seinen Ex-Club Bayern München zur Verfügung steht, dürfte ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Aber auch ohne Can hat die Defensive des BVB zuletzt gut funktioniert. Mit der neu formierten Viererkette ist Dortmund noch ohne jeden Gegentreffer. Fakt ist: Gegen Bayern wird es wohl oder übel in der Hintermannschaft mehr zu tun geben, als es den Borussen recht sein wird. Gerüstet sind sie aber allemal.