Viel Zeit den vergangenen Spieltag zu verdauen, bleibt den Bundesliga-Profis in diesen Tagen nicht.

So liegt bei Bayer Leverkusen drei Tage nach dem 2:0-Erfolg gegen Köln die volle Konzentration schon auf dem kommenden Gegner. Es steht die erste englische Woche in dieser Saison an.

"Der Sieg hat für mich eine hohe Wertung"

Für Leverkusen bedeutet dies, dass es zum Tabellen-Neunten Werder Bremen (Di., ab 19:30 Uhr im Live-Ticker/Liga-Radio) geht.

Auch wenn die Hanseaten angesichts 20 Gegentreffer hinter den Erwartungen zurückliegen, will Leverkusens Trainer Bruno Labbadia nichts von einer Schwächephase wissen.

"Wenn das Schwächeln ist, weiß ich nicht. Gegen Hannover hätten sie eigentlich gewinnen müssen. Bremen ist eine Topmannschaft. Das wird interessant und eine Herausforderung für uns", so Labbadia.

Renato Augusto und Barnetta fahren mit

Rechtzeitig zu diesem schweren Auswärtsspiel bekommt Labbadia wieder Verstärkung. Renato Augusto (Risswunde) meldete sich einsatzbereit und auch Tranquillo Barnetta konnte nach dem Abschlusstraining am Montag die Reise nach Bremen antreten.

Grund genug für den Trainer, selbstbewusst an die Weser zu reisen: "Wir sind Bayer Leverkusen. Den Anspruch haben wir, selbst bei einer Topmannschaft wie Bremen gewinnen zu wollen. Wir müssen jedoch immer auf der Hut sein, weil Bremen viele Individualisten in der Mannschaft hat."

Werder beklagt Lazarett

Auf einige dieser starken Individualisten muss Bremens Trainer Thomas Schaaf jedoch verzichten. Neben den beiden Ergänzungsspielern Peter Niemeyer und Martin Harnik, fallen mit Tim Wiese, Clemens Fritz, Diego, Daniel Jensen und Claudio Pizarro gleich fünf Stammkräfte aus.

Beim Peruaner war es knapp, doch zu einem Einsatz reichte es am Ende doch nicht. "Claudio hat viele Dinge schon sehr gut ausführen können, aber es existieren noch Restbeschwerden und es macht daher noch keinen Sinn", so Schaaf.

Mertesacker darf wieder ran

Drei Punkte gegen die Elf von Leverkusen sind trotzdem das oberste Ziel. "Wir müssen konzentriert arbeiten, um die verlorenen Punkte aufzuholen. Gegen Leverkusen ist das eine sehr gute Gelegenheit, die wir nutzen wollen", sagt Sportdirektor Klaus Allofs.

Gegen die offensivstarken Rheinländer ist jedoch von Vorteil, dass Werders Abwehrchef Per Mertesacker nach seiner Rot-Sperre in die Stammelf zurückkehrt. Der Innenverteidiger soll der Defensive, die bereits in Hannover einen Fortschritt erkennen ließ, nun weitere Stabilität verleihen, um erstmals seit dem 4. Spieltag wieder zu Null zu spielen.

So könnten sie spielen:

Bremen: Vander - C. Fritz, Mertesacker, Naldo, Boenisch - Baumann - Frings, Özil - Diego - Rosenberg, Pizarro

Bayer 04: Adler - Castro, Friedrich, Henrique, Kadlec - Rolfes - Renato Augusto, Vidal, Schwegler - Helmes, Kießling