Die Zahl ist schon beeindruckend. Etwa 10.800 Mitglieder zählt der Club der jüngsten Fans und Mitglieder des 1. FC Köln, der FC-KidsC lub. Die Kölner gehören in der Bundesliga zu den Vorreitern auf dem Gebiet der Kinderclubs. Seit 2002 existiert der FC-KidsClub, der allen Kindern unter 13 Jahren offen steht.

Die Vorteile für die Kinder liegen auf der Hand. Der FC-KidsClub organisiert Veranstaltungen, sorgt bei Heimspielen für Betreuung der Drei- bis Sechsjährigen oder verschickt das Clubmagazin "GeißbockEcho" mit vier Seiten "BöckchenInfo" frei Haus. KidsClub-Mitglieder werden auch gleichzeitig Mitglied des 1. FC Köln mit eigener Mitgliedskarte.

Malen, schminken, basteln und bolzen

"Wir wollen dafür sorgen, dass an 365 Tagen im Jahr etwas im FC-KidsClub passiert, da ist natürlich unsere Kreativität gefragt. Denn neben den Angeboten am Heimspieltagen wollen wir den Kindern auch im täglichen Leben etwas bieten", sagt Kölns Marketing-Leiter Lars Nierfeld, in dessen Verantwortungsbereich der KidsClub gehört.

Bei Heimspielen werden bis zu 80 Kinder von Kindergärtnerinnen, Erzieherinnen und natürlich Kiddy-Hennes, dem Maskottchen des FC-KidsClubs, betreut. Malen, schminken, basteln und bolzen steht je nach Lust und Laune auf dem Betreuungsplan.

Lieber FC-Fan als Bayern-Fan

Ganz uneigennützig handelt der FC - genau wie die übrigen Bundesliga-Clubs - nicht, auch wenn Kinder bis sechs Jahre beitragsfrei sind und erst die Sieben- bis Zwölfjährigen einen Jahresbeitrag von 42 Euro zu zahlen haben.

"Wenn der Papa FC-Fan ist und sein Kind ins Stadion und in den KidsClub bringt, dann können wir ziemlich sicher sein, dass das Kind FC-Fan wird und bleibt. Und nicht später zum FC Bayern umschwenkt. Die Kinder aus dem KidsClub sind unsere Fans und Kunden von morgen", erklärt Nierfeld.

KidsClub denkt an die Bedürftigen

Aber genauso wichtig ist die soziale Verpflichtung und Verantwortung, die der 1. FC Köln übernimmt. In Köln wachsen viele Kinder in Hartz-IV-Haushalten auf, und der FC-KidsClub bietet kostenfreie oder günstige Veranstaltungen.

Zur Karnevalszeit stellte der Club Freikarten zum Kinderkostümfest der Ehrengarde der Stadt Köln zur Verfügung, es gab Freikarten für den Besuch des Erlebnisparks Phantasialand oder die Kölner luden zum großen St. Martinszug rund um das RheinEnergieStadion ein. "Wir haben mit 150 Teilnehmern angefangen, beim letzten Mal waren es schon über tausend", freut sich Nierfeld über das große Interesse.

Prominente Unterstützung

Erfreulich hoch ist auch die Unterstützung, die aus der Profimannschaft der Kölner kommt. So gingen Torhüter Faryd Mondragon und Abwehrspieler Kevin McKenna zusammen mit ihren Kindern auch schon beim Martinszug mit.

Stefan Kusche