Die Profis von Werder Bremen sind am Samstagabend trotz der Schneeschauer gut in Bremen gelandet. Die Maschine setzte mit einer kleinen Verspätung um 18:21 Uhr auf der Landebahn des Flughafens auf.

Im Anschluss daran holten die "Grün-Weißen" zunächst ihre Koffer vom Gepäckband und daraufhin gleich ihre Wintermäntel aus den Taschen. Dann ging es für alle nach einer anstrengenden Woche in Dubai direkt nach Hause, um den trainingsfreien Sonntag zu genießen. Erst am Montagnachmittag bittet Thomas Schaaf zur nächsten Übungseinheit.

Keine Probleme bei Umstellung von Wärme auf Kälte

Der Bremer Coach nutzt den sechseinhalbstündigen Flug über den Iran, Irak, Türkei und Osteuropa für ein abschließendes Exklusivinterview mit WERDER.TV. Dort zeigte er sich mit dem Verlauf der vergangenen Woche zufrieden. "Ich denke, dass bei so einem Trainingslager das ganze Paket stimmen muss. Und wie wir das hier logistisch hinbekommen haben, war schon sehr gut. Grundsätzlich könnte man das wieder machen."

Neu war die Situation für den Trainerstab, der sich auf die verkürzte Winterpause einstellen musste. "Die Situation ist ähnlich neu, wie vor drei vier Jahren in der Sommerpause, als wir uns einstellen mussten, durch verschiedene Turniere nicht mehr den ganzen Kader zur Verfügung zu haben. Jetzt haben wir zwar die ganze Mannschaft zusammen, doch einen sehr verkürzten Zeitrahmen. Es gilt, so schnell wie möglich in den richtigen Rhythmus zu kommen. Nächstes Wochenende wartet ja schon das Bundesligaspiel gegen Eintracht Frankfurt", erklärte Schaaf, der bis dahin noch einige Einheiten trotz der schwierigen Witterungsbedingungen durchführen lassen will.

"Ich muss einfach darauf hoffen, dass wir normal trainieren können. Dass wir es schaffen, den Trainingsplatz frei zu räumen. Ich weiß aber auch, dass die Rasenheizung auch nicht alles schaffen kann. Wenn ein Meter Schnee runterkommt, müssen wir uns sicher etwas einfallen lassen. Aber wir werden uns schnell anpassen und auch mit diesen Bedingungen umgehen können. Ich bin überzeugt, dass für die Spieler die Umstellung von Wärme auf Kälte leichter fällt als anders herum."

Weiteres Testspiel?

Welche Akteure am Montag dann dabei sein können, wird abzuwarten sein. Bei der Übungseinheit vor dem Abflug am Samstagmorgen, fehlte neben den angeschlagenen Timo Perthel (Wadenverletzung), Niklas Andersen (Leistenprobleme) und Onur Ayik (muskuläre Probleme) auch Jurica Vranjes (Oberschenkelzerrung).

In Sachen Spielpraxis sollen die Spieler ebenfalls noch eine Testmöglichkeit bekommen. "Es wäre gut, wenn wir am Dienstag noch ein Testspiel organisieren könnten, weil es doch noch etwas anderes ist, ob man im Training immer gegen die Teamkollegen spielt oder Aufgaben gegen Spieler gestellt bekommt, die fremd sind."