Seit 2005 ist Christian Vander Ersatztorwart bei Werder Bremen. Kein leichter Job, immer nur die Nummer zwei zu sein und sofort Topleistungen zu bringen, wenn dann einmal Not am Mann ist. Am 22. Spieltag, beim 0:0 gegen den FC Bayern, hat der 28-Jährige aber eindrucksvoll bewiesen, dass das kein Problem für ihn ist.

Gegen Klose, Ribery, Ze Roberto und Co. sprang er für den verletzten Stammtorwart Tim Wiese ein, lieferte eine überragende Vorstellung und hielt seinen Kasten bis zum Abpfiff sauber. Von dieser Leistung waren auch die bundesliga.de-User begeistert und wählten Vander mit 29 Prozent der Stimmen zum Sieger bei der offiziellen Wahl zum "Spieler des 22. Spieltags".

Keine Chance sich erneut zu beweisen

"Zu null zu spielen ist immer schön. Ich glaube meine Leistung war in Ordnung", übt sich der Keeper in Bescheidenheit. Lob gab es für seinen Auftritt aber von ganz oben. "Wir haben immer betont, wie zuverlässig Christian ist. Den kann man zu jeder Tages- und Nachtzeit ins Tor stellen. Gegen Bayern hat er überragend gehalten", erklärte Manager Klaus Allofs nach dem Spiel.

Vander hat aber erst einmal keine Möglichkeit, an die tolle Leistung vom Wochende anzuknüpfen. "Es ist gegen Ende des Spiels bei einem Abschlag passiert. Ich habe etwas gespürt, aber es war nichts Gravierendes", glaubte der Torwart zunächst an eine unbedeutende Blessur. Die nachfolgenden Untersuchungen ergaben allerdings, dass sich der Schlussmann einen Muskelfaserriss zugezogen hatte und somit für die kommenden beiden Partien ausfallen wird. "Das ist natürlich bitter", konstatiert Vander.

Wolfsburgs "Tormaschine" auf Platz 2

Nur ganz knapp geschlagen auf dem 2. Platz landete Grafite vom VfL Wolfsburg mit 28 Prozent der Userstimmen. Mit seinem "Doppelpack" beim 3:1-Auswärtssieg gegen den Hamburger SV bewies er wieder einmal, wie unersetzlich er im Sturm der "Wölfe" ist, und schraubte seine Torausbeute auf beachtliche 14 Treffer in 13 Bundesliga-Spielen.

Noch ein zweiter Torwart hat es bei der Wahl zum "Spieler des Spieltags" aufs "Treppchen" geschafft. Roman Weidenfeller von Borussia Dortmund blieb gegen den besten Angriff der Liga aus Hoffenheim ohne Gegentreffer. Das brachte ihm 22 Prozent der Stimmen. Auf den weiteren Plätzen folgen Sami Khedira vom VfB Stuttgart (zehn Prozent), Hannovers Jan Schlaudraff (sieben Prozent) und Ivica Iliev (fünf Prozent) von Energie Cottbus.

Karolina Mahrla