München - Beim VfL Wolfsburg hat es in dieser Saison viel Bewegung gegeben. Nicht nur, was das Spielerpersonal betrifft, sondern auch, was den Trainerposten angeht. Mit Felix Magath sitzt bereits der dritte Trainer der laufenden Saison auf der Bank der "Wölfe".

So richtig will sich der sportliche Erfolg auch unter Magath nicht einstellen. Einer seiner Spieler blüht aber so richtig auf. Seit Magath wieder das Kommando bei den "Wölfen" innehat, ist Mario Mandzukic vom Mauerblümchen zur Orchidee geworden.

Der Kroate kam im vergangenen Sommer von Dinamo Zagreb in die Autostadt und hatte unter Steve McClaren erhebliche Anlaufschwierigkeiten. Auch als Pierre Littbarski Trainer war, kam der 24-Jährige nicht so recht in Schwung. Seit Meistertrainer Magath an seine alte Wirkungsstätte zurückgekehrt ist, läuft es für Mandzukic wie geschmiert.

Fünf Tore unter Magath

Verblüffend: Fünf seiner sechs Tore gelangen ihm unter Magath. Vorher traf er in 18 Einsätzen lediglich ein Mal, seit Magath Regie führt, netzte er in fünf Partien fünf Mal ein. Magath setzt Mandzukic im Sturmzentrum ein, zuvor spielte er auf dem linken Flügel im Mittelfeld. Dadurch kommt er durchschnittlich häufiger zum Abschluss, nämlich 3,2 Mal pro Partie statt 1,2 Mal.

Auch die Präzision seiner Schüsse hat sich auf der neuen Position verbessert. 83 Prozent seiner Versuche kommen aufs Tor und aus 42 Prozent seiner Chancen fallen Tore. Unter McClaren und Littbarski hatte er nur 39 Prozent Schussgenauigkeit und münzte lediglich sechs Prozent seiner Torgelegenheiten in Tore um.

Hoffnungsträger im Abstiegskampf

Nur drei Wolfsburger Spieler hatten seit der Rückkehr von Magath mehr Ballkontakte im gegnerischen Strafraum als der Kroate (35). Damit hatte er in fünf Spielen exakt so viele wie in seinen 18 Partien zuvor. Mandzukic glänzt seit dem Trainerwechsel zudem im Duell Mann gegen Mann: 48 Prozent seiner Zweikämpfe hat er unter dem neuen Trainer gewonnen - ein starker Wert für einen Angreifer.

Mittlerweile ist Mandzukic in Wolfsburg einer der Hoffnungsträger im Abstiegskampf. Der Angreifer ist mit sechs Treffern bester Rückrundenschütze des VfL, kein anderer "Wolf" kommt auf mehr als zwei Tore. Er war an sieben der letzten elf Wolfsburger Tore direkt beteiligt und erzielte in den vergangenen sechs Ligaspielen sechs Tore. Zum Vergleich: In der Hinrunde musste sich Manzukic mit zwei Assists begnügen, ein Torerfolg war ihm nicht vergönnt.