Sein Name steht in der Bundesliga als Synonym für Erfolg: Felix Magath, Trainer des FC Schalke 04. Einer Karriere als Profi von Weltformat ließ er eine beeindruckende Trainerlaufbahn folgen. Vor der Jahrtausendwende noch als "Feuerwehrmann" verschrien, avancierte er im vergangenen Jahrzehnt zu einer Stilikone des Trainerwesens.

Nach der Vizemeisterschaft mit Stuttgart 2003, zwei Double-Gewinnen mit dem FC Bayern und der Meisterschaft mit Wolfsburg im vergangenen Jahr schickt sich Magath nun an, auch die leidgeprüften "Knappen" aus der Tristesse zu führen.

Doch auch der erfolgsverwöhnte Sohn einer Deutschen und eines Puertoricaners hat einmal klein angefangen. bundesliga.de blickt auf die Stationen seiner Trainerkarriere:

1992 bis 1993: FC Bremerhaven

Wo alles begann: Als Spielertrainer lässt Magath seine Karriere auf dem Rasen ausklingen und beginnt gleichzeitig eine neue Laufbahn als Coach. Als Spielertrainer des Verbandsligisten sammelt er erste Erfahrungen und den ersten Titel. Gleich im ersten Jahr gelingt die Meisterschaft.

1993 bis 1996: Hamburger SV

Im Sommer 1993 geht Magath als Amateur- und Co-Trainer zum Hamburger SV. 1995 übernimmt er das Amt des Cheftrainers und schließt die Saison als Tabellenfünfter ab. Im darauffolgenden Jahr erreicht er mit dem HSV zwar das Achtelfinale des UEFA-Cups, bleibt in der Bundesliga aber weit hinter den Erwartungen zurück. Zwei Spieltage vor Saisonende beurlaubt Hamburg den Übungsleiter. Am Saisonende belegen die "Rothosen" Rang 13.

1997 bis 1998: 1. FC Nürnberg

Im Herbst 1997 geht es für Magath in der 2. Bundesliga weiter. Er übernimmt den 1. FC Nürnberg auf einem Abstiegsplatz und führt ihn sensationell zum Aufstieg in die Bundesliga. Nach der Saison erfolgt dann trotz des überraschenden Erfolgs mit den Franken die Trennung vom "Club".

1998 bis 1999: Werder Bremen

Im Oktober 1998 tritt Magath die Nachfolge von Wolfgang Sidka bei Werder Bremen an. Er führt die Norddeutschen ins Pokalfinale gegen den FC Bayern, sitzt im Endspiel aber schon nicht mehr auf der Bank. Im Mai 1999 steigt er aus seinem Vertrag bei den abstiegsgefährdeten Bremern aus. Sein Nachfolger wird Thomas Schaaf, der prompt den Pokal holt.

1999 bis 2001: Eintracht Frankfurt

In der Winterpause 1999 sieht es für Eintracht Frankfurt böse aus: Rang 18, acht Punkte Rückstand zum rettenden Ufer. Da kann nur einer helfen: Magath heuert bei der Eintracht an - und hält wie erwartet die Ligazugehörigkeit. Im Jahr darauf steht Frankfurt zur Weihnachtszeit wieder in der unteren Tabellenregion und Magath muss gehen.

2001 bis 2004; VfB Stuttgart

Im Februar 2001 holt Stuttgart den "Abstiegsmagier" Magath. Er soll den abstiegsbedrohten VfB in der Liga halten - und hat Erfolg, Stuttgart belegt am Ende Rang 15. "So, das war meine letzte Rettungstat. Ich werde keine Vereine mehr aus dem Keller führen", sagt Magath anschließend. In den folgenden drei Jahren wirkt er im Schwabenland. Mit den "jungen Wilden" um Kevin Kuranyi, Alexander Hleb und Andreas Hinkel gelingt ihm 2003 überraschend die Vizemeisterschaft.

2004 bis 2007: FC Bayern München

Nach einem weiteren Jahr bei den Schwaben ereilt Magath im Sommer 2004 der Ruf des FC Bayern München. Beim Rekordmeister folgt er auf Ottmar Hitzfeld und ist mit dem FC Bayern in der Bundesliga das Maß der Dinge. 2005 holt er das Double aus Meisterschaft und Pokal, und wiederholt dieses Kunststück im Jahr darauf. Weil in seiner dritten Saison die Ergebnisse ausbleiben, wird er im Januar 2007 beurlaubt.

2007 bis 2009: VfL Wolfsburg

Im Juni 2007 zieht es Magath nach Niedersachen zum VfL Wolfsburg. Ausgestattet mit Entscheidungsgewalt als Trainer und Sportdirektor verwandelt er den VfL binnen zwei Spielzeiten in einen Spitzenclub. Im Jahr 2008 gelingt ihm mit dem überragenden Trio Edin Dzeko, Zvjezdan Misimovic und Grafite sensationell der Meistertitel. Kurz vor Saisonende wird bekannt, dass Magath den VfL nach der Saison in Richtung Gelsenkirchen verlässt.

Seit Juli 2009: FC Schalke 04

Der FC Schalke will endlich wieder ein "königsblaues" Wunder erleben. Als Coach und Manager soll Magath die Schalker - trotz beschränktem Budget - wieder in die Bundesligaspitze führen. "Das Ziel lautet, in spätestens vier Jahren den Titel zu feiern", sagt Magath. Nach neun Spieltagen steht Schalke unerwartet auf Platz 3 der Tabelle - mit nur zwei Punkten Rückstand auf Platz 1.

Zusammengestellt von Andreas Messmer