Winterpause in der Bundesliga. Dabei kann von Pause eigentlich keine Rede sein. Denn intensiver als jetzt – abgesehen von der Vorbereitung im Sommer - trainieren die Vereine nie während der Saison. Die strengen vergangenen Wintertage in Deutschland haben den Vereinen Recht gegeben, sich in wärmeren Regionen bei besten äußeren Bedingungen auf den Rückrundenstart vorzubereiten.

Unter der Sonne in Spanien oder der Türkei bitten die Trainer ihre Spieler nicht selten drei Mal pro Tag zum Training. Steht anfangs eher das Training der konditionellen Fertigkeiten auf dem Programm, so verschiebt sich das später in Richtung mannschaftstaktisch- und technischen Trainings. Mit dem Ziel, die Mannschaft optimal für die zweite Halbserie in Form zu bringen.

Das bedeutet, dass die Trainer spezielle Trainingsformen für die Torhüter, Abwehr- und Mittelfeldspieler sowie für die Stürmer ausarbeiten. Und den Kader entsprechend nur innerhalb dieser Gruppen trainieren lassen.

Ohne Ende Flanken verwerten

Beispielsweise werden zwei oder drei Stürmer im Strafraum von links und rechts mit Flanken gefüttert und kommen ohne Gegenspieler ständig zum Torabschluss. Oder Mittelfeldspieler dürfen in einem abgesteckten kleineren Feld nur direkt spielen, um ihr Passspiel zu verbessern.

Auch die OBM-Manager können die Leistung ihrer Spieler und die der gesamten Mannschaft durch Training steigern. Außer an Ligaspieltagen können die Spieler täglich auf den Trainingsplatz gebeten werden. Und wie die Cheftrainer Jürgen Klinsmann, Ralf Rangnick oder Fred Rutten haben auch die OBM-Strategen die Chance, verschiedene Mannschaftsteile besonders zu fordern und zu fördern.

Profi-Manager im Vorteil

Intensives Training zahlt sich für die OBM-Trainer aus. Torschuss- und Kopfballtraining können die Werte der Stürmer entscheidend verbessern. Dieses spezielle Training einzelner Mannschaftsteile kann allerdings nur der Profi-Manager durchführen; es lohnt sich also, sich den "Professionellen" anzuschließen. Zumal die Profis auch einen langfristigen Trainingsplan einstellen dürfen.

Schaut man auf die echten Trainings- und Spielfelder, so scheint sich schon besonders in Cottbus das (Stürmer-) Training bezahlt gemacht zu haben. Energie schoss am Mittwochabend den Testspielgegner Omonia Nikosia 10:1 ab. In der gesamten Bundesliga-Hinrunde hatte Cottbus zwölf Mal in 17 Spielen getroffen.

Stefan Kusche