Die Weltmeisterschaft in Südafrika (11. Juni bis 11. Juli) bietet neben dem Sport jede Menge Randgeschichten. bundesliga.de präsentiert diese täglich in den WM-Splittern:

++++Dem spanischen Star David Villa, zweifacher Torschütze für den Europameister beim 2:0-Sieg im WM-Vorrundenspiel gegen Honduras, droht möglicherweise aufgrund einer Tätlichkeit ein Nachspiel durch den Weltverband FIFA. Der künftige Angreifer des FC Barcelona hatte sich Ende der ersten Halbzeit eine Tätlichkeit gegen den Honduraner Emilio Izaguirre erlaubt. Er hatte diesen ins Gesicht geschlagen.

"Es ist etwas, auf das ich nicht stolz bin. Das habe ich instinktiv gemacht", sagte der EM-Torschützenkönig nach dem Spiel, "ich habe meinen Arm ausgefahren. Ich muss versuchen, in Zukunft ruhiger zu sein." Für die Szene war Villa vom Schiedsrichter nicht bestraft worden. Sollten die TV-Bilder die Tätlichkeit einwandfrei beweisen, könnte der 40-malige Torschütze für die "Rote Furie" nachträglich bestraft werden.

Die FIFA konnte am Dienstagmorgen noch nichts Konkretes zum Fall Villa äußern. "Wir warten auf den Spielbericht des Schiedsrichters. Anschließend wird sich die Disziplinarkommission die TV-Bilder anschauen und entsprechend handeln. Wann wir ein Statement abgeben, kann ich nicht sagen, ich habe ja keine Kristallkugel, die mir das erklärt", sagte FIFA-Sprecher Pekka Odriozola. ++++

++++Wegen des WM-Skandals ihrer Nationalmannschaft haben zwei französische Städte die Live-Übertragung des letzten Gruppenspiels am Dienstag gegen Südafrika auf Großbildschirmen abgesagt. Im Pariser Vorort Vinciennes verzichteten die Stadtoberen ebenso auf das Public Viewing wie im Städtchen Anzin-Saint-Aubin im Norden des Landes.

"Die Spieler haben einen Mangel an Respekt gegenüber all den Trainern, ehrenamtlichen Helfern und Amateurspielern gezeigt, die an Werte wie Fair Play glauben", sagte Bürgermeister Laurent Lafon, der die Live-Übertragung auf dem Rathausplatz in Vinciennes absagte: "Sie sind kein Vorbild mehr für die Franzosen, vor allem nicht für die Kinder, die ihren Sport und ihr Land lieben." Sein Amtskollege David Hecq aus Anzin-Saint-Aubin bezeichnete die französischen Nationalspieler als "Gesindel" und strich die Übertragung im Festsaal der 2900-Einwohner-Gemeinde.

Der Vizeweltmeister von 2006 hatte mit dem Rauswurf von Enfant terrible Nicolas Anelka nach obszönen Beleidigungen gegen Trainer Raymond Domenech und dem anschließend Trainingsboykott der verbliebenen Spieler für einen Skandal gesorgt.++++

++++Kevin Boateng ist vor dem Gruppenfinale gegen die deutsche Nationalmannschaft in Johannesburg am Mittwoch seinem Ruf als Provokateur gerecht geworden. "Mir ist es egal, ob Deutschland rausfliegt. Wir spielen auf Sieg, wollen weiterkommen. Nach einem Tor machen wir ein schönes Tänzchen für die deutschen Kollegen", sagte der in Berlin geborene Mittelfeldspieler der Ghanaer vor dem Duell gegen sein Heimatland der "Sport Bild".++++

++++Spaniens EM-Held Fernando Torres hat sich in die lange Reihe der Jabulani-Kritiker eingereiht. "Wir haben ein wenig Ärger mit dem WM-Ball. Darum müssen wir noch mehr trainieren", sagte der 26-Jährige nach dem 2:0 gegen Honduras. Zuvor hatten schon Spieler wie Weltfußballer Lionel Messi (Argentinien), Iker Casillas (Spanien), Brasiliens Luis Fabiano oder Italiens derzeit verletzter Torwart Gianluigi Buffon den Ball kritisiert.++++

++++Die dänische Nationalmannschaft bangt vor ihrem Gruppenfinale bei der WM am Donnerstag in Rustenburg gegen Japan um ihr Dauer-Sorgenkind Nicklas Bendtner. "Wir haben immer Spieler, die kleinere Probleme haben. Bendtner ist für das Japan-Spiel weiter fraglich. Und das wird auch so bleiben, egal, wie weit wir in diesem Turnier noch kommen", sagte Trainer Morten Olsen am Dienstag über Bendtner.

Der Stürmer vom FC Arsenal plagt sich seit geraumer Zeit mit Leistenproblemen herum. Am Dienstags-Training nahm der 22-Jährige zwar teil, laut Olsen soll er jedoch am Mittwoch wieder eine Pause bekommen. Bendtner war in beiden Vorrundenspielen der Dänen von Beginn an aufgelaufen. Beim 0:2 gegen die Niederlande wurde er in der 72. Minute ausgewechselt. Gegen Kamerun (2:1) spielte er durch und erzielte den zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich.++++