Hamburg - Im Hamburger Millerntor-Stadion ist am Donnerstag die vierte und letzte Regionalkonferenz 2014 zu Ende gegangen. Die rund 150 Teilnehmer hatten sich zwei Tage intensiv mit dem Thema "Reisemanagement für Fans" auseinandergesetzt und Ideen entwickelt, wie alle Abläufe rund um den Spieltag optimiert werden können.

In der Heimstätte des FC St. Pauli waren Bundes- und Länder-Polizei, die Fanbetreuung der Clubs der Bundesliga, 2. Bundesliga und 3. Liga, Fanprojekte, Sicherheitsbeauftragte, Veranstaltungsleiter, unabhängige Fanvertreter sowie Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und weiterer Verkehrsbetriebe an einem Tisch zusammengekommen, um sich in konstruktiven Diskussionen auszutauschen.

"Vertrauensvolle Atmosphäre"

"Mich hat beeindruckt, wie gut und vertrauensvoll die Atmosphäre zwischen allen Beteiligten war. Es war ein ehrliches und ernstes Interesse daran zu spüren, im Sinne der Sache gemeinsam Lösungswege zu finden", erklärte Andreas Rettig, Geschäftsführer der Deutschen Fußball Liga DFL. "Wir werden jetzt prüfen, was von den zahlreichen guten Ideen und Projektvisionen  auch umsetzbar ist."

Wie schon in Dresden, Mönchengladbach und Stuttgart wurde auch die Regionalkonferenz Nord von Thomas Schneider, Leiter Fanangelegenheiten der DFL, und Gerhard Kißlinger, DFB-Hauptabteilung Prävention und Sicherheit, moderiert.

Konkrete Projektideen entwickelt

Im Vorfeld der Regionalkonferenzen hatte der "Arbeitskreis Regionalkonferenzen", in dem Vertreter aller Netzwerkpartner vertreten sind, das Thema Reisemanagement in zwei Themenstränge mit jeweils vier Einzelthemen unterteilt. Nachdem die Teilnehmer am ersten Tag in Arbeitsgruppen von 15 bis 20 Personen die Situation analysiert und erste Visionen zur Optimierung der Anreise von Fans in Deutschland entworfen hatten, wurden am zweiten Tag konkrete Projektideen entwickelt, die zeitnah umgesetzt werden sollen.

"Alle 570 Teilnehmer der vier Regionalkonferenzen haben enorm diszipliniert gearbeitet und dafür gesorgt, dass eine große Palette an Möglichkeiten präsentiert wurde, wie sich Reisemanagement für Fans optimieren lässt", zog Thomas Schneider, DFL Leiter Fanangelegenheiten, ein positives Fazit. "Einen großen Anteil daran hatten auch die unabhängigen Fanvertreter und die Mitarbeiter der Deutschen Bahn AG und weiterer Verkehrsbetriebe, die in diesem Jahr erstmalig an den Regionalkonferenzen teilgenommen haben und eine neue Perspektive eingebracht haben. Ein großes Lob auch an Dynamo Dresden, Borussia Mönchengladbach, den VfB Stuttgart und den FC St. Pauli, die dafür gesorgt haben, dass wir an allen acht Tagen perfekte Arbeitsbedingungen vorgefunden haben."

In vier Wochen kommt der Arbeitskreis Regionalkonferenzen wieder zusammen und diskutiert, welche Projektideen in naher Zukunft verwirklicht werden.