München - Jubel brandete auf nach dem Sieg des FC Augsburg gegen den Hamburger SV. Allerdings nicht nur in der SGL arena, sondern auch in vier anderen deutschen Städten. Quer durch die Republik  lagen sich Fans wie Spieler in den Armen und feierten den Klassenerhalt ihres Clubs. Denn durch die 1:3-Niederlage des Hamburger SV beim FCA sind  Freiburg, Frankfurt, Hannover und Bremen gerettet.

Gemeinsames Grillen an der Dreisam

In Freiburg schallte um 17:25 Uhr auf einmal Jubel durch das eigentlich leere MAGE SOLAR Stadion. Gerade war die Partie des FC Augsburg gegen den Hamburger SV beim Stande von 3:1 für die Heimmannschaft abgepfiffen worden - und die Freude bei den Profis des SC Freiburg riesengroß, denn durch den Sieg der Schwaben gegen den Liga-Dino war der Klassenerhalt des Sport-Clubs gesichert.

Nachdem die Mannschaft am Vortag einen Punkt aus Wolfsburg mitgebracht hatte (Analyse), schaute sie sich die entscheidenden 90 Minuten am Sonntag gemeinsam an - beim Grillen und mit Bierchen im heimischen Stadion. Trainer, Betreuer, die Spieler und deren Familien hatten sich versammelt, um auch den letzten Schritt Richtung Ligaverbleib gemeinsam zu tun. "Auf unsere Art und mit unserem Zusammenhalt", so Präsident Fritz Keller gegenüber der "Badischen Zeitung", habe der SC dieses Kunststück vollbracht. Und Kapitän Julian Schuster dürfte spätestens da auch egal gewesen sein, dass der Klassenerhalt "vor dem Fernsehschirm" gefeiert werden "musste".

Gerettet, aber noch nicht am Ziel

Auch in Bremen ist die Freude über den nun sicheren Klassenerhalt groß, allerdings nicht ungebremst. "Es ist okay, dass dieses Thema jetzt vom Tisch ist", sagte Thomas Eichin. Gleichzeitig kündigte der Geschäftsführer Sport an, dass er von der Mannschaft noch einiges erwarte. Denn: Der Ligaverbleib soll nur ein Zwischenschritt sein auf dem Weg zum Saisonziel.

"Wir werden jetzt keine Korken knallen lassen", gab Trainer Robin Dutt zu Protokoll. Eichin ergänzte, der Klassenerhalt ändere "nichts an der Tatsache, dass wir uns weiter auf unser Ziel 40 Punkte konzentrieren wollen. Wir können es noch erreichen und wollen alles dafür tun. Dazu sind noch zwei konzentrierte Partien zum Saisonfinale wichtig", sagte Eichin am Sonntagabend gegenüber "werder.de" - und bestätigt so eine alte Fußballerweisheit: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel - selbst wenn man sich gerade erst der größten Sorgen entledigen konnte.