Köln - Als im Sommer 2013 der Transfer von Felix Klaus zum SC Freiburg feststand, wusste Jochen Saier, welcher Coup dem Sport-Club gelungen war: "Mit Felix Klaus gewinnen wir einen variabel einsetzbaren Offensivspieler, der sein Talent in der Bundesliga bereits unter Beweis gestellt hat", freute sich der Sportdirektor des SC damals.

Und er sollte Recht behalten. Mit sechs Treffern in 30 Bundesliga-Spielen hatte der Außenstürmer großen Anteil am souveränen Freiburger Klassenerhalt der vergangenen Saison. Auch in dieser Spielzeit stand er an den ersten neun Spieltagen sechs Mal in der Startelf, bevor ihn Adduktorenbeschwerden zu einer Pause zwangen.

"Triple Triple" von Klaus

Seine vielseitigen Qualitäten verhelfen Felix Klaus zum 93. Platz der 100 aktivsten Bundesliga-Spieler (Erklärung: So funktioniert die Wertung). Dabei fällt auf, dass er in keiner der Kategorien ganz weit vorne liegt, dafür aber in drei Bereichen dreistellig punktet. Im Basketball würde man von einem "Triple Triple" sprechen. Torschüsse, gewonnene Zweikämpfe, Sprints - alles überdurchschnittlich gut bei Felix Klaus, dem seine Begabung schon in die Wiege gelegt wurde. Sein Vater Fred lief 29 Mal in der Bundesliga (drei Tore) und 169 Mal in der 2. Bundesliga (41 Tore) auf.

Berufsbedingt war die Familie Klaus viel unterwegs: 1. FC Nürnberg, FC St. Pauli, Hamburger SV, Hertha BSC, VfL Osnabrück, und Preußen Münster hießen die Stationen, bis Fred Klaus 1997 in die fränkische Heimat zum SC Weismain zurückkehrte. Felix kam am 13. September 1992 in Osnabrück zur Welt. "Meine Heimat ist das Frankenland", versichert der Freiburger Offensivakteur aber trotz seines Geburtsortes und erklärt auch, dass es ihn in der Freizeit immer wieder nach Hause zieht: "Wenn wir mal spielfrei haben, dann fahre ich gerne nach Hause zu meiner Familie oder meinen Freunden", so der 22-Jährige.

Ein Tor für die Geschichtsbücher

Auch wenn Klaus nun im Breisgau auf Torejagd geht – fränkische Bundesliga-Geschichte hat er bereits geschrieben: Am 31. August 2012 erzielte er das erste Bundesliga-Tor der SpVgg Greuther Fürth und sorgte mit seinem Treffer zum 1:0-Sieg beim FC Augsburg gleichzeitig für die ersten Fürther Bundesliga-Punkte. Für den Sport-Club möchte der U21-Nationalspieler in Zukunft noch öfter zum Matchwinner werden und mithelfen, dass Freiburg auch in diesem Jahr die Klasse hält.

Florian Reinecke

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