Josip Simunic wechselte vor der laufenden Saison von Hertha BSC zu 1899 Hoffenheim. In seinem ersten Bundesligaspiel für den neuen Club machte er seine Sache gewohnt gut und wurde vom Trainer, der eigenen Mannschaft und sogar vom Gegner mit Lob überhäuft.

Im Interview mit bundesliga.de spricht der kroatische Nationalspieler über das Unentschieden gegen Bayern München und das Potenzial der jungen Hoffenheimer Mannschaft in der Saison 2009/10.

bundesliga.de: Ihr erstes Punktspiel in der Rhein Neckar Arena mit 1899 Hoffenheim. Wie hat es Ihnen gefallen?

Josip Simunic: Sehr gut. Jedes Stadion hat eine eigene Mentalität und hier herrscht eine tolle Atmosphäre. Die Fans haben uns wirklich hervorragend unterstützt.

bundesliga.de: Sie gelten als sehr selbstkritisch. Wie waren Sie persönlich mit Ihrer Leistung zufrieden?

Simunic: Es war nicht schlecht, aber ich denke, ich kann noch besser spielen. Aber es stimmt schon, ich nehme jedes Gegentor ein bisschen persönlich. Insgesamt können wir mit einem Punkt gegen Bayern München zufrieden sein. Jetzt bin ich mit den Gedanken aber schon komplett beim nächsten Spiel.

bundesliga.de: Sie wirken bereits voll integriert und wurden sowohl vom Coach, von Franz Beckenbauer und der Mannschaft ausdrücklich gelobt. Sind Sie schon voll angekommen?

Simunic: Es geht nicht um das Lob an mich. Wichtig ist nur, was die Mannschaft für eine Leistung abliefert. Heute war das schon ganz gut, aber wir haben noch Luft nach oben. In Zukunft müssen wir noch besseren Fußball spielen.

bundesliga.de: Wie schätzen Sie die Möglichkeiten des Kaders diese Saison ein?

Simunic: Hoffenheim ist vom Potenzial her die stärkste Mannschaft, in der ich bisher gespielt habe. Viele von den jungen Spielern wissen gar nicht, wie gut sie sind. Hier wird sehr schneller, extravaganter Fußball gespielt.

bundesliga.de: War das Potenzial, das Sie in Hoffenheim sehen, einer der Gründe, hier zu unterschreiben?

Simunic: Auf jeden Fall. Am Anfang dachte ich auch, dass die Herbstmeisterschaft eher ein Zufall war. Heute weiß ich: Es war keiner.

bundesliga.de: Was hat Ihre Einschätzung geändert?

Simunic: Ich habe mit vielen Freunden, die sich im Fußball auskennen, über Hoffenheim gesprochen. Außerdem habe ich mir viele Spiele angeschaut. Als Fußball-Fan interessiert es mich immer, was in der Bundesliga los ist. Trotzdem war ich sehr überrascht, wie weit diese Mannschaft schon ist.

bundesliga.de: Wo möchten Sie mit Hoffenheim in dieser Saison landen?

Simunic: Das müssen wir erstmal abwarten. Wenn wir vier, fünf Spiele gemacht haben, können wir uns mit der ganzen Mannschaft zusammensetzen und über eine Zielsetzung für diese Saison reden.

Das Gespräch führte Daniel Dillmann