München - Der FC Malaga sorgt zum ersten Mal so richtig für Furore auf der großen europäischen Bühne. Und es könnte gleich für viele Jahre das letzte Mal sein. Am Club aus Andalusien, den der katarische Besitzer Scheich Abdullah Bin Nasser Al Thani zunächst künstlich aufgepeppelt und dann auf einem Berg Schulden hat sitzen lassen, hat die UEFA ein Exempel statuiert. Als erster Verein wurde Malaga im Rahmen des Financial-Fair-Play für die kommende Europacup-Saison gesperrt.

Der Tabellenvierte der Primera Division legte Einspruch ein, die Spieler zeigten ihre eigene Trotzreaktion und erreichten das Viertelfinale. Das hatten sie in Europa erst einmal geschafft: 2003 im kleineren UEFA-Cup, wo damals gegen Boavista Porto Endstation war.

Den großen FC Porto schaltete Malaga nun im großen Europacup im Achtelfinale aus. Für Trainer Manuel Pellegrini der zweite Überraschungscoup in der "Königsklasse": 2006 hatte der Chilene, der in der Saison 2009/10 Real Madrid trainierte, den FC Villarreal ins Halbfinale geführt.

Bunte Mischung



Dortmund ist also gewarnt vor dem Club von Edelfan Antonio Banderas. Zumal das Team eine gute Mischung aus überragenden Talenten wie Spaniens Shootingstar Isco und erfahrenen Recken wie Martin Demichelis, dessen langjährigem Bayern-Mitspieler Roque Santa Cruz, dem Franzosen Jeremy Toulalan und den mit allen Wassern gewaschenen argentinischen Wandervogel Javier Saviola ist.

Der spielte einst vier Jahre für den FC Barcelona und zwei für Real Madrid. Die Champions League mit den beiden spanischen Traditionsclubs hat er nie gewonnen. Nun plant der einst als Nachfolger von Diego Maradona gepriesene Stürmer den Coup mit dem kleinen FC Malaga. Es wäre eine Sensation, denn die Andalusier waren noch nie spanischer Meister, noch nie Pokalsieger. Der einzige "Titel" im Briefkopf resultiert aus dem Intertoto-Cup 2002.