München - Den BVB hat's zum Ende der Hinrunde doch noch erwischt. Die "Schwarz-Gelben" kassierten beim 0:1 in Frankfurt ihre erste Auswärtsniederlage dieser Saison, während Schalke (3:0 gegen Köln) immer mehr auf Touren kommt. Die Bayern feiern ein Torfestival in Stuttgart, Leverkusen kann durch das Remis gegen Freiburg nur einen Punkt auf Dortmund aufholen. bundesliga.de fasst die Reaktionen der Cheftrainer zusammen.

VfB Stuttgart - FC Bayern 3:5 (0:3)

Trainer Bruno Labbadia (VfB Stuttgart): Der Aufwand, den wir betrieben haben, passt nicht zum Ergebnis. Wir haben viel zu viele individuelle Fehler gemacht, das war unser Problem. Wir haben aber auch einige Sachen gut gemacht, haben Moral bewiesen, waren gewillt und haben gefightet.

Trainer Louis van Gaal (FC Bayern München): Es war nicht unser bestes Spiel, aber wir haben einige sehr schöne Tore kreiert. Damit bin ich sehr zufrieden. In der zweiten Halbzeit haben wir aber auch wieder Tore weggegeben. Das müssen wir verbessern. Vier Punkte Rückstand auf Platz zwei können wir aufholen, aber Dortmund ist schon weit weg.


Bayer Leverkusen - SC Freiburg 2:2 (1:1)

Trainer Jupp Heynckes (Bayer Leverkusen): Es war ein sehr intensiv geführtes Spiel von beiden Seiten. Die angreifende Mannschaft ist bei solchen Witterungsverhältnissen immer im Nachteil. Wir hatten vor der Pause zwei sehr große Möglichkeiten, bei denen aber der letzte Pass zum richtigen Adressaten gefehlt hat. Patrick Helmes hat kurz nach dem Ausgleichstreffer einen Muskelfaserriss im Oberschenkel erlitten und hat seinen Urlaub bereits abgesagt, weil er sich behandeln lassen muss.

Trainer Robin Dutt (SC Freiburg): Das war für beide Mannschaften eine große Herausforderung, auf diesem Platz Fußball zu spielen. In Anbetracht der Bedingungen war es dennoch ein ansprechendes Spiel. Wir haben zwei tolle Konter gespielt, die auch zu den Toren geführt haben. Leverkusen hat am Ende aber sehr großen Druck aufgebaut. Mit diesem Unentschieden können wir sehr gut leben.


Eintracht Frankfurt - Borussia Dortmund 1:0 (0:0)

Trainer Michael Skibbe (Eintracht Frankfurt): Im defensiven Bereich waren wir arg gebeutelt. Wir mußten auf die Innenverteidigung der letzten eineinhalb Jahren verzichten. Ricardo Clark hat seine Aufgaben im defensiven Mittelfeld hervorragend gelöst. Wir haben sehr gut im defensiven Bereich gearbeitet und noch nach vorne gute Szenen gehabt. Nach dem 5. Spieltag hätte ich nicht gedacht, dass wir nach der Vorrunde 26 Punkte haben.

Trainer Jürgen Klopp (Borussia Dortmund): Es war von Anfang an ein schwieriges Spiel auf schwierigem Boden. Das Spiel hat sich zugespitzt, als wir unsere Großchance hatten und Theofanis Gekas das Ding im Gegenzug reinhaut. Ich wäre mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn ich nicht erkennen würde, dass wir eine ordentliche Hinrunde gespielt haben.


FC St. Pauli - 1. FSV Mainz 05 2:4 (1:3)

Trainer Holger Stanislawski (St. Pauli): Wir haben ein ganz schlechtes Spiel gemacht, ganz wenige Zweikämpfe gewonnen und viele einfache Fehler gemacht. Dafür ist Mainz zu gut besetzt, um das nicht auszunutzen.

Trainer Thomas Tuchel (Mainz): Wie wir begonnen haben, darauf haben wir die ganze Woche hingearbeitet. Wenn wir wir sind und uns den Ansprüchen stellen, dann kommt auch das Glück wieder zurück.


Schalke 04 - 1. FC Köln 3:0 (1:0)

Trainer Felix Magath (FC Schalke 04): Wir haben am Ende verdient gewonnen, keine Frage. Aber wir haben uns gegen eine starke Kölner Mannschaft schwergetan. Erst mit dem ersten Tor ist mehr Sicherheit ins Spiel gekommen, dann hat die Mannschaft ihr Potenzial gezeigt. Und die Vorrunde ist mit diesem Spiel versöhnlich beendet.

Trainer Frank Schaefer (1. FC Köln): Wir sind ganz gut ins Spiel reingekommen und haben ordentlich umgesetzt, was wir uns vorgenommen hatten. Dann sind wir mehr und mehr unter Druck geraten und haben ein unglückliches Gegentor zum 0:1 bekommen. Nachdem 0:2 war das Spiel entschieden. Dann hat eine ganz starke Schalker Mannschaft ihre Qualitäten ausgespielt, da sind wir phasenweise überrollt worden.


VfL Wolfsburg - 1899 Hoffenheim 2:2 (0:2)

Trainer Steve McClaren (Wolfsburg): Wir haben heute die zwei Gesichter der Mannschaft gesehen, das Spiel war wie der bisherige Saisonverlauf. Das Team hat nach dem 0:2 Charakter gezeigt. Wir können in der Rückrunde noch einiges erreichen, dafür müssen wir uns jetzt zusammensetzen, die Situation analysieren und die Lektion aus den 17 Spielen lernen.

Trainer Ralf Rangnick (Hoffenheim): Wir können noch gar nicht so richtig glauben, wie das Spiel ausgegangen ist. Wenn man ein Spiel so klar beherrscht, ist ein Punkt zu wenig. Wir hätten in der Hinrunde problemlos 30 oder mehr Punkte machen können. Wenn wir diese Spiele in der Rückrunde gewinnen, dann können wir noch ein paar Plätze nach oben rücken.


1. FC Nürnberg - Hannover 96 3:1 (2:0)

Trainer Dieter Hecking (1. FC Nürnberg): In den ersten 20 Minuten war es ein Abtasten. Mit dem 1:0 hat sich die Brust bei uns gelöst, da war wieder Spielfreude zu sehen. Hannover hat gewackelt, wir hätten vor der Pause sogar das dritte und vierte Tor machen können. In der 2. Halbzeit wollten wir nicht, dass Hannover so ins Spiel zurückkommt. Da ist es normal, dass es noch einmal eng werden kann. Aber nach dem 2:1 hat sich die Mannschaft wieder gewehrt.

Trainer Mirko Slomka (Hannover 96): Ich kann Nürnberg nur gratulieren. Insbesondere aufgrund der ersten Halbzeit war der Sieg verdient. Die ersten 45 Minuten waren von unserer Seite schwach, wir haben unglaublich viele Fehler gemacht. Das 0:1 war ein gutes Beispiel, wie wenig aggressiv wir waren. In der zweiten Hälfte waren wir außerordentlich dominant und haben alles versucht. Nürnberg hat aber geschickt gekontert.


Werder Bremen - 1. FC Kaiserslautern 1:2 (1:1)

Trainer Thomas Schaaf (Werder Bremen): Natürlich bin ich sehr unzufrieden mit dem Ergebnis. Wenn man nicht gut spielt, macht man auch keine Tore. In unseren Aktionen war zu viel Passivität, da sind wir in alte Fehler zurückgefallen.

Trainer Marco Kurz (1. FC Kaiserslautern): Diese drei Punkte sind für uns im Abstiegskampf eine enorm wichtige Geschichte. Wir haben immer an den Sieg geglaubt und sind dafür belohnt worden. Diese Einstellung ist eine der größten Tugenden meiner Mannschaft.


Borussia Mönchengladbach - Hamburger SV 1:2 (0:0)

Trainer Michael Frontzeck (Borussia Mönchengladbach): Das ist ein Spiegelbild von vielen Spielen, die wir zuhause gezeigt haben. Wir machen zwei, drei Fehler, die der HSV ausnutzt. Das ist bitter. Obwohl wir eine schlechte Ausgangsposition haben, bin ich überzeugt, dass wir es schaffen. Wir machen im hinteren Bereich zu viele Fehler.

Trainer Armin Veh (Hamburger SV): Man hat bei uns die Verunsicherung gesehen. Wir haben in der ersten Halbzeit viel zu viele Fehlpässe gespielt. In der zweiten Halbzeit war es ein komplett anderes Spiel.