Leipzig - Als Aufsteiger hat RB Leipzig die Vizemeisterschaft errungen, damit die direkte Qualifikation zur Champions League geschafft. Die Sachsen sind mit der jüngsten Mannschaft in der Bundesliga zum besten Liga-Neuling aller Zeiten geworden - dank Konzentration und Selbstvertrauen, dank eines starken Kollektivs und individuellen Könnern.

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Leipzig zeigte sich direkt fokussiert: 2:2 am 1. Spieltag bei der TSG 1899 Hoffenheim, die am Ende der Spielzeit Platz vier erreichen sollte, das Ausgleichstor durch Marcel Sabitzer in der 90. Minute. Die RB-Visitenkarte war hinterlegt, am 2. Spieltag kam mit dem 1:0-Sieg gegen Borussia Dortmund ein fester, imposanter Handschlag dazu. Die Sachsen zeigten schnell, dass sie in der Bundesliga bestehen können - das war auch der eigene Anspruch.

Ein erster Eindruck

Die Mannschaft von Trainer Ralph Hasenhüttl blieb die ersten 13 Partien ohne Niederlage - Neulingsrekord in der Bundesliga. Am 11. Spieltag übernahm Leipzig nach einem 3:2 in Leverkusen sogar die Tabellenführung, musste sie erst nach der ersten Niederlage am 14. Spieltag beim FC Ingolstadt 04 abgeben. Der FC Bayern München blieb dann souverän an der Spitze des Tableaus - RB in ähnlicher Manier Zweiter.

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Das lag daran, dass die Sachsen zwar als starkes Kollektiv auftraten, aber dennoch durch ihre individuelle Qualität glänzten. Sommerneuzugang Naby Keita überzeugte als Schaltzentrale im Mittelfeld, Timo Werner als Torjäger. Willi Orban zeigte sich als abgeklärter Abwehrchef, Emil Forsberg als bester Vorlagengeber der Bundesliga. Die Bestandteile des genannten Quartetts sind 22, 21, 24 und 25 Jahre alt. Die Roten Bullen sind angekommen - und zeigten bei der spektakulären 4:5-Niederlage am 33. Spieltag auch schon, dass nicht mehr viel fehlt, um sogar den FC Bayern zu ärgern.