Gelsenkirchen - Klaas-Jan Huntelaar ist im Januar 2009 aus Amsterdam nach Madrid, im August dann von Real nach Mailand, zwölf Monate später vom AC zum FC Schalke 04 gewechselt. Huntelaar als Malocher? Fast sieben Jahre später kehrt der 76-malige Nationalspieler der Niederlande zu Ajax zurück - nachdem er zu den prägenden Figuren des königsblauen Jahrzehnts gehörte.

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"Schalke ist so ein Verein, der geht unter deine Haut und der geht nie mehr weg", sprach Huntelaar bei seiner Verabschiedung vor der Fankurve der Knappen ins Mikrofon. "Positiv wie negativ."

175 Bundesliga-Spiele hat der mittlerweile 33-Jährige für S04 bestritten, dabei 82 Tore erzielt. Der Höhepunkt: 2011/12 wird er mit 29 Treffern Torschützenkönig. Ein Jahr zuvor, in seiner Premierensaison, gewann der Stürmer außerdem den DFB-Pokal.

Torjäger und Anführer

Bereits früh unterstrich Huntelaar, der Schalke in den folgenden Jahren 42 Mal als Kapitän in der Bundesliga anführen sollte, seine Qualität vor dem gegnerischen Kasten. Am 19. September 2010 gelingt ihm sein erster Treffer für die Gelsenkirchener - gegen Borussia Dortmund. In seinen ersten sechs Bundesliga-Einsätzen erzielt der "Hunter" fünf Tore, steuert dazu eine Vorlage bei. Er kommt früh und treffsicher an.

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Seinen letzten Treffer besorgt der Angreifer am 23. April 2017 gegen RB Leipzig - 2408 Tage nachdem er das Netz für die Schalker zum ersten Mal zum Zappeln brachte. Er verlässt Königsblau nach sieben Spielzeiten mit einigen Aufs und Abs, mit Positivem und Negativem. Der Niederländer kam mit einem Fragezeichen, jetzt geht er als einer der Malocher-Chefs des laufenden Fußball-Jahrzehnts. Huntelaar wird den Anhängern der Knappen in Erinnerung bleiben, weil er als Spieler und Mensch unter die Haut ging. Positiv.

Felix Tschon