Köln - In den vergangenen Tagen hat bundesliga.de zehn wunderbare Tore zur Wahl als Goal of the Year 2017 gestellt - und jetzt steht das Ergebnis fest: Sébastien Haller von Eintracht Frankfurt hat das schönste Tor erzielt!

Am 30. September 2017 trifft der Franzose traumhaft in Klaus-Fischer-Manier. In der vierten Minute der Nachspielzeit setzt Haller nach einer Freistoßflanke im Strafraum artistisch zum Fallrückzieher an - und trifft mit Rechts zum 2:1-Siegtreffer für Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart.

Bei unserem Voting entfielen letztlich 54.138 der 128.900 Stimmen auf Haller und sein Traumtor, das man oben im Video noch einmal ausführlich genießen kann.

Und hier das Endergebnis auf einen Blick:

Diese zehn Tore standen zur Wahl:

1) David Alaba (Bayern) zum 4:4 gegen Leipzig (5:4)

Es war das spektakulärste und torreichste Spiel der Bundesliga-Saison 2016/17. Erstmals in der Bundesliga-Historie gewann der FC Bayern München mit 5:4. Dabei machte RB Leipzig ein überragendes Spiel, lag 3:1 und 4:2 vorne. Doch dann kam David Alaba - und knallte in der 90. Minute einen Freistoß aus gut 25 Metern über die Mauer sehenswert ins rechte Eck zum 4:4. Wenig später netzte Arjen Robben noch zum 5:4 ein. Es war das vierte Saisontor des Österreichers und sein insgesamt 16. in der Bundesliga (heute sind es 17). Der Linksverteidiger hat alle seine Treffer mit Links erzielt und immerhin schon sieben Freistöße direkt verwandelt. Gegen Leipzig war Alaba zudem der zweikampfstärkste Münchner, gewann 78 Prozent seiner Duelle Mann-gegen-Mann.

>>> Video: Wahnsinn in Sachsen - FC Bayern besiegt Leipzig 5:4

2) Pierre-Emerick Aubameyang (Dortmund) zum 2:1 gegen Bremen (4:3)

Ein Mann krönt sich zum Torschützenkönig. Am letzten Spieltag der Saison 2016/17 überholte Pierre-Emerick Aubameyang Bayerns Robert Lewandowski noch in der Torjägerliste. Und das mit einem Doppelpack gegen Werder Bremen. Sein Treffer zum 2:1 in der 42. Minute für Borussia Dortmund war das 30. Saisontor und gleichzeitig das schönste des Gabuners in dieser Spielzeit. Lupfer von Ousmane Dembele in den Strafraum. Da dreht sich Auba am Elfmeterpunkt einmal um die eigene Achse und nagelt das Leder volley unter die Latte. Kurz vor Abpfiff sorgte der Stürmer per Elfmeter noch für den 4:3-Siegtreffer - und sicherte sich mit seinem 31. Treffer allein die Torjägerkrone.

>>> Video: Dramatischer BVB-Sieg gegen Bremen

3) Marc Bartra (Dortmund) zum 1:3 gegen Bayern (1:3)

Einen Unterschied machte der Treffer von Marc Bartra nicht mehr, dazu kam das Tor in der 88. Minute gegen überlegene Bayern zu spät für Borussia Dortmund. Dafür war er umso sehenswerter. Tolles Dribbling von Christian Pulisic gegen zwei Bayern, kluger Pass von Gonzalo Castro in den Strafraum. Und da zirkelt Bartra das Leder von Links unhaltbar ins lange Eck. Es war erst der sechste Torschuss des Spaniers in dieser Saison - und schon sein zweiter Treffer. Mit 73 Prozent gewonnen direkten Duellen war er zuden zweikampfstärkster Borusse gegen die Bayern.

>>> Video: Bayern gewinnt Klassiker gegen Dortmund

Marc Bartra trifft sehenswert gegen den Rekordmeister © imago / ActionPictures

4) Bruma (Leipzig) zum 4:1 gegen Freiburg (4:1)

Was für ein Hammer! Am zweiten Spieltag zeigte der portugiesische Neuzugang von RB Leipzig gleich, was für ein riesiges Potenzial in ihm steckt. Erst in der 78. Minute gegen den Sport-Club Freiburg eingewechselt, schlug Bruma nur wenig später zu. Ein langer Ball in den Strafraum, Marcel Halstenberg legt per Kopf zurück und Bruma knallt das Ding aus der Drehung volley zum 4:1-Endstand in den rechten Knick. Es war sein erster Torschuss in der Bundesliga und gleich sein erstes Tor. Bisher allerdings auch das einzige.

>>> Video: RB lässt Freiburg keine Chance

5) Caiuby (Augsburg) zum 2:0 gegen Frankfurt (2:1)

Auch Caiuby kann es aus der Distanz - und wie! Gegen Eintracht Frankfurt packte der Brasilianer in Diensten das FC Augsburg den Hammer aus und schoss den Ball aus rund 22 Metern über Frankfurts Keeper hinweg an die Unterkante der Latte und dann rein. Es war Caiubys erstes Bundesliga-Tor nach fast anderthalb verletzungsgeplagten Jahren und 13 Bundesliga-Spielen Flaute. Für den Mittelfeldstar der Fuggerstädter war es der Start in eine Super-Saison, in der er bisher vier Treffer erzielt hat und mit dem FCA im gesicherten Mittelfeld steht.

>>> Video: Augsburg besiegt Frankfurt-Fluch

6) Serge Gnabry (Hoffenheim) zum 3:0 gegen Leipzig (4:0)

Den Weitschuss des Jahres setzte indes Serge Gnabry. Der von den Bayern an die TSG 1899 Hoffenheim ausgeliehene Nationalspieler traf aus sage und schreibe 43,5 Metern gegen RB Leipzig. Balleroberung kurz hinter dem Mittelkreis, ein Blick, ein Schuss und schon segelt das Leder über den zu weit vor seinem Kasten stehenden Peter Gulacsi hinweg passgenau ins Tor. Es war sein zweiter Treffer im Spiel und in der Saison für die Kraichgauer, die Leipzig deren bisher höchste Bundesliga-Niederlage beibrachten.

>>> Video: Hoffenheimer Kantersieg gegen Leipzig

7) Sebastien Haller (Frankfurt) zum 2:1 gegen Stuttgart (2:1)

Ein Traumtor in alter Klaus-Fischer-Manier. In der vierten Minute der Nachspielzeit setzt Sebastien Haller nach einer Freistoßflanke im Strafraum zum Fallrückzieher an - und trifft mit Rechts zum 2:1-Siegtreffer für Eintracht Frankfurt gegen den VfB Stuttgart. Für Haller ist es in seinem siebten Bundesliga-Spiel sein erstes Heimtor für die SGE (sein zweites Saisontor von mittlerweile sechs). Haller war an sechs der zehn Eintracht-Torschüsse beteiligt, drei Torschüsse und drei Torschussvorlagen waren jeweils Höchstwert bei Frankfurt. Zudem führte er die mit Abstand meisten Zweikämpfe der Partie (34), von denen er für einen Stürmer starke 50 Prozent gewann.

>>> Video: Haller erlöst Eintracht spät gegen Stuttgart

Sebastien Haller netzt artistisch ein © imago / Huebner

8) Shinji Kagawa (Dortmund) zum 2:1 gegen Augsburg (2:1)

Der Tag, an dem Shinji Kagawa in die Geschichts-Bücher der Bundesliga einging. Es war die 23. Minute als Kagawa den Ball aus 14 Metern herrlich über FCA-Keeper Marwin Hitz hinweg zum 2:1-Siegtreffer für Borussia Dortmund ins Netz lupfte. Nicht nur waren die Borussen damit erstmals nach den ersten sieben Spieltagen jeweils Tabellenführer. Kagawa wurde auch zum japanischen Rekordtorschützen in der Bundesliga-Historie. Es war das 38. Bundesliga-Tor des Mittelfeldstars (mittlerweile hält er bei 39). Damit zog er an Shinji Okazaki vorbei.

>>> Video: Borussia behauptet sich knapp gegen Augsburg

9) Joshua Kimmich (Bayern) zum 5:0 gegen Freiburg (5:0)

Kimmich macht den Madjer. Viele Tore hat Joshua Kimmich in der Bundesliga noch nicht erzielt. Bis heute sind es sieben. Der Treffer gegen den Sport-Club Freiburg gehört aber mit Sicherheit zu den schönsten des Verteidigers des FC Bayern München. Wie einst Portos Rabah Madjer gegen die Bayern im Finale des Europapokals der Landesmeister (1987), schob der Nationalspieler das Leder nach Vorlage von Kingsley Coman aus fünf Metern mit der Hacke zum 5:0 ins Netz. Zauberfußball Marke Kimmich.

>>> Video: FCB überrennt den SC

10) Raffael (Gladbach) zum 3:0 gegen Berlin (4:2)

Gegen seine alten Kollegen spielt Raffael scheinbar besonders gern. Mit einem Doppelpack entschied der Brasilianer von Borussia Mönchengladbach das Spiel bei Hertha BSC. Damit hat er in sieben Partien gegen seinen Ex-Club nun fünf Treffer erzielt. An das 3:0 wird er sich sicherlich noch eine Weile erinnern. 20. Minute, Raffael hat den Ball halbrechts etwa 28 Meter vor dem Tor, hält einfach mal drauf - und lässt einen wahren Strahl ab. Unhaltbar fetzt das Leder im rechten Winkel ein. Nach der Pause legt er das 4:2 nach. Es war sein zweiter von mittlerweile drei Doppelpacks in dieser Saison, dabei hat er nur zweimal in dem Spiel aufs Tor geschossen. Insgesamt kommt Raffael bisher auf 78 Bundesliga-Tore.

>>> Video: Raffael führt Gladbach zum Sieg in Berlin