Krasnodar/Wolfsburg - Die knapp 2500 Kilometer lange Reise nach Südrussland begann für den VfL Wolfsburg bereits am frühen Mittwochmorgen, doch davon will sich der Bundesligist nicht vom Kurs abbringen lassen.

Nach zwei vergeblichen Versuchen in der bisherigen Europa-League-Saison braucht das Team von Trainer Dieter Hecking am Donnerstag beim russischen Vertreter FK Krasnodar einen Sieg, um sich noch alle Chancen auf das Weiterkommen offen zu halten.

"Das wird eine hammerharte Aufgabe für uns. Das ist eine richtig gute Mannschaft, sogar die beste in der Gruppe", sagte Hecking vor dem Duell mit dem aktuell Tabellenfünften der russischen Liga: "Man darf die Mannschaft nicht daran messen, dass sie unbekannt ist. Krasnodar hat sehr gute Einzelspieler." Manager Klaus Allofs betonte bei Sky: "Natürlich sind wir unter Druck. Wir sollten etwas mitnehmen."

"Ein sehr wichtiges Spiel"

Sehr gute Einzelspieler hat unbestritten auch der VfL, doch in den bisherigen Auftritten auf dem internationalen Parkett zeigten die "Wölfe" ihre Qualität nur selten. 1:4 beim FC Everton, 1:1 gegen den OSC Lille - derzeit belegen die Niedersachsen nur den letzten Platz der Gruppe H. Vor allem die international so wichtige letzte Konsequenz ließ das Hecking-Team in den bisherigen Begegnungen vermissen. "Für uns ist es ein sehr wichtiges Spiel", sagte Stürmer Ivica Olic: "Aber es wird sehr schwer."

Dabei lief es für das Team von Hecking in der Liga zuletzt rund. Drei Siege in Serie, mittlerweile hat sich der deutsche Meister von 2009 in die Spitzengruppe vorgeschoben. "Wir stehen gut da", sagte Manager Klaus Allofs: "Wir müssen jetzt aber dran bleiben, in der Bundesliga und auch in der Europa League." In den englischen Wochen - nächsten Mittwoch empfängt der VfL im Pokal den 1. FC Heidenheim - sollen die guten Leistungen bestätigt werden.

Rodriguez und Hunt fallen aus

Getrübt werden die Vorbereitungen auf das wichtige Spiel am Schwarzen Meer etwas von den aktuellen Personalsorgen. Der zuletzt formstarke Linksverteidiger Ricardo Rodriguez (Oberschenkelproblemen) und Mittelfeldspieler Aaron Hunt (Sprunggelenkverletzung) werden ausfallen. Auch Stürmer Nicklas Bendtner (Leistenprobleme) wird mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht auflaufen können.

Der Gegner aus Krasnodar, das etwa 1200 Kilometer südlich von Moskau liegt, wartet nach zwei Unentschieden ebenfalls noch auf den ersten Sieg der Europa-League-Saison, zeigte aber gute Leistungen. "Krasnodar hat ein überragendes Umschaltspiel", sagte Hecking. Zudem setzte es in der heimischen Liga in zehn Spielen erst zwei Niederlagen, am vergangenen Wochenende trotzen sie Tabellenführer Zenit St. Petersburg ein 2:2 ab.

Die voraussichtlichen Aufstellungen:

Krasnodar: Dykan - Jedrzejczyk, Sigurdsson, Granqvist, Kaleschin - Gazinsky - Pereyra, Mamjew, Achmedow, Wanderson - Ari.

Trainer: Kononow

Wolfsburg: Benaglio - Jung , Knoche, Naldo, Schäfer - Guilavogui, Luiz Gustavo - Perisic, de Bruyne, Caligiuri - Olic.

Trainer: Hecking

Schiedsrichter: Artur Dias (Portugal)