Zusammenfassung

  • Nach zwei Jahren Relegation will Wolfsburg die Trendwende.

  • Der neue Geschäftsführer Sport Jörg Schmadtke bringt frischen Wind - und neues Personal.

  • Die Generalprobe gegen den italienischen Vizemeister Neapel glückte.

Köln - Eine lange Vorbereitung neigt sich dem Ende zu und ab dem 24. August rollt der Ball endlich wieder in der Bundesliga. bundesliga.de nimmt alle Clubs im Teamcheck unter die Lupe. Der VfL Wolfsburg möchte nach zwei Spielzeiten, die mit Tabellenplatz 16 endeten, eine ruhigere Saison.

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Der Kader: Punktuell verstärkt

"Wir müssen den Kader so austariert und ausbalanciert erstellen, dass wir eine vernünftige Saison spielen können", sagte Jörg Schmadtke bei seiner Vorstellung Anfang Juni. Der neue Geschäftsführer Sport analysierte die Schwachstellen der Mannschaft und verstärkte sie entsprechend. Für den Sturm verpflichtete er Daniel Ginczek von Konkurrent Stuttgart und den niederländischen Nationalspieler Wout Weghorst, der in der Eredivisie in der letzten Spielzeit 18 Tore erzielte. Im Franzosen Jerome Roussillon holte Schmadtke zudem einen Linksverteidiger, der für defensive Stabilität und offensive Akzente sorgen soll. Mit Rechtsaußen Felix Klaus von Konkurrent Hannover einigte sich der VfL bereits im Winter auf einen Sommertransfer. Die Neuzugänge geben Bruno Labbadia neue Optionen.

So könnte Wolfsburg spielen

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Topfit in die Saison: Bruno Labbadia

Der Wolfsburger Coach geht in seine erste Spielzeit mit dem VfL, kam Ende Februar und sicherte in der Relegation die Klasse. Labbadia setzte in der Vorbereitung den Grundstein für 2018/19, fokussierte vor allem die Fitness - um gute Voraussetzungen für defensive Kompaktheit und aggressives Spiel gegen den Ball zu schaffen.

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Aktuelle Form

Sieben Testspiele, fünf Siege, ein Remis. Die Ergebnisse der Vorbereitung stimmten. Gegen kleinere Teams gaben sich die Wölfe keine Blöße, gegen Premier-League-Club Norwich gab's ein Unentschieden, gegen den französischen Dritten des Vorjahrs Lyon eine Niederlage. Remis und Pleite datieren aber vom Juli, im August setzten die Niedersachsen mit einem 3:0 gegen den niederländischen Rekordmeister Amsterdam und einem 3:1 gegen Serie-A-Spitzenclub Neapel zwei Ausrufezeichen.

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Die Überraschung des Sommers

Gegen Neapel schnürte Admir Mehmedi als Einwechselspieler einen Doppelpack zum 2:1 und 3:1, ist nach überstandenem Bänderriss im Mittelfuß ein gefühlter Neuzugang. Der Schweizer Nationalspieler absolvierte wegen seiner schweren Verletzung nach seinem Wechsel im Winter erst fünf Bundesliga-Spiele für Wolfsburg, 2018/19 sollen viele dazukommen. Ginczek bereitete beide Mehmedi-Treffer - ebenfalls als Einwechselspieler - vor, empfahl sich wie sein Angriffskollege für die Startelf.

Zielsetzung und Prognose

Der VfL will in die obere Tabellenhälfte. Die Vorbereitung deutet an, dass die Wölfe ihr Ziel erreichen können. Mit Schmadtke, Labbadia, den Leistungsträgern und Neuzugängen soll eine neue Wolfsburger Routine entstehen, die mit dem Kampf um den Klassenerhalt keine 34 Spieltage zu tun haben soll. Der Kader ist stark genug, um im Mittelfeld des Tableaus zu landen. Funktionieren die Transfers auf Anhieb und bleiben wichtige Akteure von Verletzungen verschont, sollte das gelingen.