Zusammenfassung

  • Der VfL Wolfsburg teilte im siebten Bundesliga-Spiel unter Martin Schmidt zum siebten Mal die Punkte; die Niedersachsen stellten damit ihren historischen Remis-Rekord ein.

  • Vedad Ibisevic schoss das früheste Tor dieser Bundesliga-Saison.

  • Die Wolfsburger haben alle drei Strafstöße in dieser Saison vergeben (in den letzten drei Spielen) – in der Bundesliga-Historie verschoss zuvor nur Fürth 2012/13 auch in drei Spielen in Folge einen Strafstoß.

Wolfsburg - Bundesliga-Remiskönig Martin Schmidt regiert weiter. Auch gegen Hertha BSC kam der Trainer des VfL Wolfsburg mit den Niedersachsen nicht über ein 3:3 (2:1) hinaus. Mit dem siebten Unentschieden in Serie stellten die Norddeutschen einen neuen Vereinsrekord auf.

FANTASY HEROES: Origi (13 Punkte), Malli (13), Didavi (11)

In einer turbulenten Partie, in die der Video-Assistent mehrfach eingriff, erzielten Yunus Malli per Kopfball in der 41., Mannschaftskapitän Mario Gomez in der 44. Minute und Divock Origi nach exakt einer Stunde die Tore für die Platzherren.

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Mit seinem ersten Treffer seit 900 Minuten hatte Vedad Ibisevic die Gäste schon nach 22 Sekunden in Führung gebracht, es war das bislang schnellste Saisontor. In der zweiten Halbzeit gelang Karim Rekik per Kopfball nach Freistoß (53.) der zwischenzeitliche 2:2-Ausgleich, ehe am Ende Davie Selke (83.) den Gästen einen Punkt rettete.

Nach weniger als einer Minute erzielte Ibisevic die Führung für Berlin
Nach weniger als einer Minute erzielte Ibisevic die Führung für Berlin

Bei zwei weiteren umstrittenen Situationen jubelten die 25.214 Zuschauer zu früh. In der 5. und 27. Minute lag der Ball bereits jeweils im Berliner Tor, doch Schiedsrichter Robert Kampka aus Mainz nahm die vermeintlichen Treffer nach Hinweisen aus Köln beide Male wegen Abseitsstellungen wieder zurück.

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"Für Wolfsburg ein ärgerlicher Punkt, für uns ein glücklicher. Den dreckigen Punkt nehmen wir gern mit!" Davie Selke

Aber auch die Wolfsburger selbst ließen ihr Publikum aufstöhnen. Torjäger Gomez schoss in der 20. Minute den Ball bei einem Foulelfmeter an die Latte, sein Trainer Schmidt fiel vor der Auswechselbank vor Verzweiflung auf die Knie.

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"Ich hätte alleine vier Tore schießen können" Mario Gomez

Drei Tage nach ihrem 2:0-Erfolg in der Europa League gegen Sorja Lugansk zogen sich die Berliner nach ihrer Blitzführung unverständlicherweise weit hinter die Mittellinie zurück und ließen sich von den Platzherren in die Defensive zurückdrängen. Mehr als eine halbe Stunde allerdings waren die VfL-Attacken meist zu harmlos und zu berechenbar.

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Nach dem Seitenwechsel wurden die Wölfe bissiger und da auch die Berliner mehr auf Offensive setzten, entwickelte sich eine zunehmend sehenswerte Partie. In der Schlussphase sollte Selke, zweifacher Torschütze gegen Luhansk, nach seiner Einwechslung in der 67. Minute das Blatt noch wenden, was ihm dann auch gelang. Per Skjelbred zeichnete sich beim letzten Treffer der Partie als Vorlagengeber aus. Für Selke war es der erste Bundesliga-Treffer im Hertha-Trikot.

Spieler des Spiels - Davie Selke

Davie Selke wurde mit seinem ersten Bundesliga-Tor für seinen neuen Club der 200. unterschiedliche Torschütze in der Bundesliga-Historie der Berliner. Obwohl er erst in Minute 67 eingewechselt wurde, gab er noch die meisten Torschüsse seiner Mannschaft ab (drei).

Bilder des Spiels

Mario Gomez verschoss in der ersten Halbzeit einen Strafstoß
Mario Gomez verschoss in der ersten Halbzeit einen Strafstoß © gettyimages / Martin Rose/Bongarts
Yunus Malli traf vor der Pause zum 1:1
Yunus Malli traf vor der Pause zum 1:1 © imago
Mario Gomez traf nach seinem verschossenen Elfmeter zum 2:1
Mario Gomez traf nach seinem verschossenen Elfmeter zum 2:1 © imago
Divock Origi bejubelte das 3:2 für den VfL. Es sollte nicht zum Sieg reichen
Divock Origi bejubelte das 3:2 für den VfL. Es sollte nicht zum Sieg reichen © imago