Aufgrund von fünf Vergehen ist der VfL Bochum 1848 in der Spielzeit 2008/09 vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu Geldstrafen in einer Gesamthöhe von 13.000 Euro verurteilt worden. Darunter fielen Tatbestände wie das Werfen von Gegenständen auf den Rasen oder das Abbrennen von pyrotechnischen Gegenständen. Damit sich solche und ähnliche Vorfälle möglichst nicht wiederholen, will der Verein in Zukunft zweigleisig fahren.

Rechnet man die Konsequenzen aus den Vorfällen rund um das Auswärtsspiel bei Arminia Bielefeld im Mai 2008, als ein Ordner im VfL-Block schwer verletzt wurde, dazu, haben Ausschreitungen den Verein in den vergangenen Jahren über 200.000 Euro gekostet. "Solche und ähnliche Vorfälle verurteilen wir natürlich aufs Schärfste. Die Fans müssen sich bewusst sein, dass sie damit Leben zerstören und natürlich auch dem Verein schaden", sagt Vorstandsmitglied Ansgar Schwenken, der an die eigenen Anhänger appelliert, Zivilcourage zu zeigen. "Sicherlich gehört viel Mut dazu, als Einzelner Täter von ihrer Tat abzubringen. Doch in der Gruppe und unter Mithilfe der Sicherheitskräfte kann jeder präventiv tätig sein."

Darüber hinaus behält sich der Verein vor, ab der kommenden Spielzeit rechtliche Schritte gegen gewaltbereite Fans einzuleiten. "Bisher haben wir die Geldstrafen nicht an die Verursacher weitergeleitet. In enger Zusammenarbeit mit der Polizei kann das jedoch in Zukunft passieren", betont Schwenken. "Das ist dann eine Sprache, die jeder versteht. Es kann nicht sein, dass der Verein und die vernünftigen Fans unter den Straftaten von einzelnen leiden." Im Mai 2008 hatte der Verein das letzte Bundesligaheimspiel der Saison gegen Hansa Rostock vor einer leeren Ostkurve austragen müssen, die vom DFB wegen der Vorfälle in Bielefeld gesperrt worden war.