Der VfB Stuttgart will in der Bundesliga wieder zur Konstanz finden - © Julia Rahn via www.imago-images.de/imago images/Pressefoto Baumann
Der VfB Stuttgart will in der Bundesliga wieder zur Konstanz finden - © Julia Rahn via www.imago-images.de/imago images/Pressefoto Baumann
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VfB Stuttgart: Nach dem Umbruch soll Konstanz her

Hinter dem VfB Stuttgart liegt ein turbulentes Jahr: Neben vielen Zu- und Abgängen innerhalb der Mannschaft gab es auch auf Führungsebene einige Wechsel. Das alles hielt die Schwaben aber nicht vom direkten Wiederaufstieg ab. In der kommenden Bundesliga-Saison soll sich der VfB nun in einem ruhigeren Umfeld auf die anstehenden Aufgaben konzentrieren können.

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Zum Saisonstart 2019/20 war für viele klar: Der VfB Stuttgart gehört zu den Aufstiegsfavoriten, auch wenn man nach dem zweiten Abstieg in vier Jahren alles komplett umkrempelte. Sportvorstand Thomas Hitzelsberger holte Sven Mislintat bereits im April als Sportdirektor, Tim Walter wurde neuer Trainer. Die Leistungen in der Hinrunde blieben aber hinter allen Erwartungen, nach 20 Spielen war für Walter beim VfB wieder Schluss. Pellegrino Matarazzo, der zuvor bei der TSG Hoffenheim als Co-Trainer gearbeitet hatte, übernahm das Amt und sollte die Schwaben zum Aufstieg führen.

Viel Erfahrung hatte der 42-Jährige als Cheftrainer bis dato nicht. Dennoch flößte er den Spielern seinen Spielstil schnell ein und überzeugte mit schnellem Umschaltspiel und Pressing gegen den Ball. Diese Herangehensweise könnte für den VfB in der Bundesliga von Nutzen sein, auch wenn der hohe Ballbesitz trotz dieses Systems nicht mehr erreicht werden würde. "In der Bundesliga werden wir unsere Matchpläne variabler ausrichten können als in der 2. Bundesliga", sagte Matarazzo, mit dem wichtigen Zusatz: "Das kann uns zugutekommen."

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Ein Umbruch im Kader ist für den VfB ebenfalls kein Neuland: Bereits letzten Sommer verloren die Schwaben aufgrund des Abstiegs viele Leistungsträger. Benjamin Pavard ging zum FC Bayern München, Schalke 04 verpflichtete Ozan Kabak, Ron-Robert Zieler zog es nach Hannover und im Januar 2020 ging auch noch Santiago Ascacibar zu Hertha BSC.

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Die Verantwortlichen reagierten rechtzeitig auf diese große Veränderung und tätigten die richtigen Transfers: Leihspieler wie Pascal Stenzel und Torwart Gregor Kobel hatten die meiste Einsatzzeit in der vergangenen Saison. Orel Mangala, Philipp Förster, Atakan Karazor, Silas Wamangituka, Wataru Endo und Hamadi Al Ghaddioui entwickelten sich zu starken Leistungsträgern. Matarazzo wird auch in der Bundesliga auf diese Spieler setzen und ihnen Vertrauen schenken.

Als weitere Verstärkung kommt Peter Perchtold als Co-Trainer für Matarazzo. Der ehemalige Stuttgarter spielte zwischen 2005 und 2008 für die zweite Mannschaft des VfB. Seine Rolle wird in Zukunft nicht nur die des Unterstützers und Vertreters von Pellegrino Matarazzo sein. "Peter wird in seiner Funktion als Co-Trainer auch für die individuelle Förderung unserer Top-Talente verantwortlich und die Schnittstelle zu unserem Nachwuchsleistungszentrum sein", sagt Sportdirektor Sven Mislintat. Dadurch kann der Verein immer wieder Talente in die Mannschaft einbauen.

Die Planungen des VfB Stuttgart für die anstehende Bundesliga-Saison sind in vollem Gange. In der Vorbereitung wird der Trainer großen Wert auf die Defensive legen, verstecken will er sich auf dem Platz jedoch nicht. Dafür glaubt Matarazzo zu sehr an sein Team – wie auch schon in der Aufstiegssaison.