Zusammenfassung

  • Didavi und Donis kamen heute neu in die Startelf und sorgten mit einer Ko-Produktion für das 1:0. Außerdem traf Gonzalo Castro als Joker, Tayfun Korkut hatte also ein glückliches Händchen.

  • Erstmals seit dem 21. April, also erstmals seit über fünf Monaten, kassierte Werder Bremen wieder eine Pflichtspielniederlage; damals wie heute beim VfB Stuttgart.

  • Die Stuttgarter feierten ihren ersten Saisonsieg; damit vermied der VfB einen neuen Vereinsnegativrekord, denn an den ersten sechs Spieltagen einer Saison blieben die Schwaben noch nie sieglos.

Stuttgart - Aufatmen im Ländle: Dem VfB Stuttgart ist am sechsten Spieltag der Bundesliga der erste Saisonsieg gelungen - trotz eines verrückten Eigentores. Die Mannschaft des Trainers Tayfun Korkut besiegte Werder Bremen mit 2:1 (1:0). Torschützen der ersten Stuttgarter Heimtreffer in dieser Spielzeit waren der Grieche Anastasios Donis (19.) auf Vorlage von Daniel Didavi und der eingewechselte Gonzalo Castro (75.).

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Bremen musste nach Gelb-Rot für Milos Veljkovic (36.) eine gute Stunde lang mit neun Feldspielern auskommen - und verlor dennoch denkbar unglücklich: Den Ausgleich hatten die Stuttgarter (68.) durch ein kurioses Eigentor selbst verursacht. Nach einem Einwurf von Borna Sosa Richtung eigenes Tor streifte Torhüter Ron-Robert Zieler den Ball nur leicht - dieser trudelte daraufhin ins Netz. Hätte der Stuttgarter Schlussmann den Ball nicht mehr berührt, hätte der Treffer nicht gezählt und es hätte einen Eckball gegeben.

Leichte Aufgabe: Nach einem perfekten Konter muss Anastasios Donis den Ball nur noch ins leere Tor schieben
Leichte Aufgabe: Nach einem perfekten Konter muss Anastasios Donis den Ball nur noch ins leere Tor schieben © imago / Jan Huebner

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Der eingewechselte Castro riss die entsetzten Anhänger des VfB anschließend von den Sitzen - allerdings hatte Korkuts Mannschaft auch Glück: Maximilian Eggestein (58.) und der eingewechselte Claudio Pizarro (73.) trafen jeweils nur den Pfosten. Die Hanseaten, die bei einem Sieg sogar zwischenzeitlich die Tabellenführung hätten übernehmen können, gingen saisonübergreifend erstmals nach acht Ligaspielen ohne Niederlage wieder als Verlierer vom Platz - seit einem 0:2 in Stuttgart am 21. April.

"Das war ein Sieg des Willens. Ich bin sehr zufrieden mit den drei Punkten, das ist alles, was heute zählt. Es hat bei uns nicht alles gepasst, vorne wie hinten, aber die Einstellung hat gestimmt. So ein Ding wie beim 1:1 will man natürlich nicht bekommen, aber es ist jetzt eben passiert." Ron-Robert Zieler, VfB Stuttgart

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Veljkovic war von Schiedsrichter Tobias Welz (Wiesbaden) wegen wiederholten Foulspiels gegen Didavi vom Platz gestellt worden. Beim Stuttgarter Führungstreffer hatten er und seine Mitspieler sich allzu leicht überrumpeln lassen - von jenen zwei Spielern, die Korkut neu in die Mannschaft genommen hatte: Torschütze Donis lief nach einem Ballverlust von Davy Klaassen und einem wunderbaren Pass von Didavi erst Veljkovic davon, ließ 20 Meter vor dem Tor auch den herausgeeilten Bremer Schlussmann Jiri Pavlenka aussteigen und schob ungehindert ein. Donis musste später verletzt vom Feld (61.).

"Wir wissen, woran es gelegen hat. Unsere Chancenverwertung war zu schlecht, die Gegentore sind zu einfach gefallen. Trotzdem hätten wir hier heute mehr verdient gehabt." Maximilian Eggestein, SV Werder Bremen

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Spieler des Spiels: Daniel Didavi

Daniel Didavi stand erstmals in dieser Bundesliga-Saison in der Startelf und bereitete das wichtige 1:0 vor. Er war insgesamt an fünf Torschüssen beteiligt, seine vier Torschussvorlagen waren die meisten bei Stuttgart (zudem ein Torschuss). Er war beim VfB am häufigsten am Ball (53 Mal) und kein Stuttgarter bestritt mehr Zweikämpfe als Didavi (24).

Yuya Osako hat die ersten drei Chancen des Spiels, bringt den Ball aber nicht im Tor unter
Yuya Osako hat die ersten drei Chancen des Spiels, bringt den Ball aber nicht im Tor unter © gettyimages / Christian Kaspar-Bartke
Es entwickelt sich ein packendes Spiel mit zahlreichen umkämpften Situationen
Es entwickelt sich ein packendes Spiel mit zahlreichen umkämpften Situationen © imago / Jan Huebner
Durch ein kurioses Eigentor von Ron-Robert Zieler gleicht Werder aus
Durch ein kurioses Eigentor von Ron-Robert Zieler gleicht Werder aus © imago / Eibner
Wenig später jubelt Stuttgart aber wieder gegen entblößte Bremer
Wenig später jubelt Stuttgart aber wieder gegen entblößte Bremer © imago / Jan Huebner