Zusammenfassung

  • Der VfB Stuttgart hat nun 42 Punkte auf dem Konto und kann nicht mehr auf einen der drei letzten Plätze abrutschen

  • Unter Tayfun Korkut holte der VfB in nur elf Spielen schon mehr Punkte (22) als unter Vorgänger Hannes Wolf an den ersten 20 Spieltagen (20)

  • Werder Bremen holte aus den letzten drei Bundesliga-Spielen nur einen Punkt und verpasste es in Stuttgart, den sicheren Klassenerhalt einzutüten.

Stuttgart - Der VfB Stuttgart hat sich den Klassenerhalt in der Fußball-Bundesliga vorzeitig gesichert. Die Mannschaft von Trainer Tayfun Korkut gewann gegen SV Werder Bremen in einem Kampfspiel 2:0 (1:0) und kann bei drei ausstehenden Spielen nicht mehr auf Platz 16 abrutschen. VfB-Kapitän Christian Gentner schoss die Gastgeber in der 13. Minute in Führung, Berkay Özcan (90.+1) schloss einen von vielen Stuttgarter Kontern zum 2:0 ab. und der

FANTASY HEROES: Christian Gentner (16) / Emiliano Insua (12) / Holger Badstuber (11)

Als Korkut die Schwaben Ende Januar als Nachfolger von Hannes Wolf übernommen hatte, befand sich der VfB noch in akuter Abstiegsnot. Seitdem gab es aber sechs Siege. Auch bei Werder dürfte trotz der Niederlage bei sieben Punkten Vorsprung auf den Relegationsplatz kaum mehr etwas anbrennen.

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Werder übernahm vor 58.932 Zuschauern in der ausverkauften Arena zunächst die Initiative und suchte sein Heil in der Offensive. Trotz Überlegenheit konnten sich die Bremer aber in der Anfangsphase keine Chancen herausspielen. Der VfB war dagegen an Effektivität kaum zu überbieten. Gleich die erste Chance führte zum 1:0 durch Gentner, der eine gut getimte Flanke von Emiliano Insua aus kurzer Distanz einnickte.

VfB-Kapitän Christian Gentner behält mit Gesichtsmaske den Durchblick und bringt seinen VfB per Kopf in Führung
VfB-Kapitän Christian Gentner behält mit Gesichtsmaske den Durchblick und bringt seinen VfB per Kopf in Führung © imago / Thomas Frey

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Werder blieb erst einmal spielbestimmend, entwickelte aber weiter keine Durchschlagskraft. In den Strafraum kam Werder gegen die gut organisierte VfB-Abwehr, in der Timo Baumgartl den verletzten Rechtsverteidiger Andreas Beck vertrat, deshalb kaum. Die beste Chance für die vor der Halbzeit harmlosen Gäste vergab Max Kruse, dem in aussichtsreicher Position der Ball versprang (23.).

Stuttgart agierte zielstrebiger. Mario Gomez verpasste das 2:0 nur knapp (27.), ebenso Dennis Aogo (32.), der mit einem Freistoß an Jiri Pavlenka scheiterte.

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Nach dem Wechsel erhöhte Bremen, das auf Dreierkette umstellte, dann aber den Druck. VfB-Keeper Ron-Robert Zieler musste sich bei einem Schuss von Jerome Gondorf gleich einmal gehörig strecken (49.). Nur vier Minuten später parierte er zudem einen Kopfball von Marco Friedl glänzend.

Stuttgart zog sich zurück, überließ Werder weitgehend das Mittelfeld und lauerte auf Konter. Gomez und Insua verzogen nur knapp (65. und 76.). Bremen verpasste den Ausgleich durch Gondorf, der den Ball in aussichtsreicher Position nicht kontrollieren konnte (67.). Stuttgart widerstand dem Druck und machte spät alles klar.

SID

Spieler des Spiels: Christian Gentner

Der Kapitän brachte die Stuttgarter mit seinem ersten Saisontor in der Bundesliga auf die Siegerstraße. Der VfB-Kapitän war außerdem sehr fleißig, er führte die meisten Zweikämpfe (32, gute 63 Prozent gewonnen) und legte auch die meisten Sprints hin (30).

Mit Maske erzielte Christian Gentner nicht nur sein erstes Saisontor, sondern auch sein erstes Kopfballtor seit 2013.
Mit Maske erzielte Christian Gentner nicht nur sein erstes Saisontor, sondern auch sein erstes Kopfballtor seit 2013. © gettyimages / Matthias Hangst
Das Spiel ist geprägt von harten Zweikämpfen im Mittelfeld, wie hier zwischen Bargfrede und Ascacibar
Das Spiel ist geprägt von harten Zweikämpfen im Mittelfeld, wie hier zwischen Bargfrede und Ascacibar © imago / Michael Weber
Stuttgarts Pavard tauschte überraschend die Position mit Baumgartl und machte ein starkes Spiel als Innenverteidiger
Stuttgarts Pavard tauschte überraschend die Position mit Baumgartl und machte ein starkes Spiel als Innenverteidiger © imago / Thomas Frey