Zusammenfassung

  • Der VfB Stuttgart nimmt am Montag das Training auf
  • Die Kaderplanung ist zum größten Teil abgeschlossen
  • Gonzalo Castro und Daniel Didavi verstärken das Mittelfeld

Stuttgart - Mit Didavi und Castro kommen zwei kreative Routiniers zum VfB Stuttgart, schon davor hatte VfB-Kaderplaner Reschke große Talente an den Neckar gelotst. Reschke ist dabei, eine Top-Mannschaft zu basteln. Die Fans sind begeistert.

Was will man als Fan des VfB Stuttgart eigentlich noch mehr? Nach einer sensationellen vergangenen Rückrunde mit dem Beinahe-Erreichen der Qualifikation für die Europa League läuft schon in der Vorbereitung für die Schwaben alles wieder rund. Das liegt in erster Linie an VfB-Manager Michael Reschke, der mit seiner Kader-Planung und den bereits vollzogenen Transfers die Erwartungen der Anhänger am Wasen in die Höhe schraubt.

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Kurz vor dem Trainingsstart an diesem Montag wurden von Reschke kurzerhand zwei deutsche kreative Mittelfeldspieler verpflichtet, die das Spiel der Stuttgarter in den kommenden Monaten lenken und leiten sollen. Da ist Wolfsburg-Rückkehrer Daniel Didavi. Enorm talentiert, technisch fein und gefährlich im Abschluss, zudem ein VfB-Eigenwächs. Bedenken wegen Didavis in der Vergangenheit oftmals lädierten Knies zerstreute Reschke am Freitag bei einer Pressekonferenz: "Mit dem Doc hatte ich einen intensiven Austausch zu dem Thema. Wir sind da sehr zuversichtlich, dass wir Daniel weiter unterstützen."

Neben Didavi kommt auch Gonzalo Castro aus Dortmund. Der fünfmalige Nationalspieler bringt jede Menge Erfahrung mit und wusste am Freitag sogleich, was von ihm erwartet wird. "Ich bin schon ein paar Jahre dabei und möchte ein gutes Vorbild sein für die jüngeren Spieler", so Castro. "Ich möchte mich als Führungsspieler einbringen".

Königstransfer Maffeo

Es passt der derzeit beim VfB Stuttgart. Und vor allem scheint bei Reschkes Kaderplanung viel Sachverstand dahinter. Vor Didavi und Castro wurden mit Pablo Maffeo (Manchester City), Borna Sosa (Dinamo Zagreb), Marc-Oliver Kempf (SC Freiburg) und Roberto Massimo (Arminia Bielefeld) bereits hoffnungsvolle Talente verpflichtet. Vor allem der Spanier Maffeo war europaweit begehrt, für viele der eigentliche Königstransfer Reschkes, den er nur dank seiner erstklassigen Kontakte realisieren konnte.

Es läuft am Wasen. Denn all diese Verpflichtungen stehen für ein Stimmungsbild am Neckar, das besser kaum sein könnte. Trainer Tayfun Korkut hat es in seiner noch kurzen Amtszeit geschafft, Euphorie über die Mercedes-Benz-Arena zu zaubern. Nahezu alle Dauerkarten sind für die kommende Saison bereits vergriffen, die meisten der 17 Heimspiele werden wieder einmal ausverkauft sein.

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Es sind viele kleine positive Mosaiksteinchen, die Baumeister Reschke gerade ineinander fügt. Da wiegt selbst der Abgang von Mario-Gomez-Backup Daniel Ginczek nach Wolfsburg nicht allzu schwer, denn erstens erhalten die gewieften Schwaben dafür Didavi plus viel Geld, und zweitens scheint Reschke schon einen Ginczek-Ersatz parat zu haben. "Einen Neuzugang haben wir noch in der Hinterhand", meinte Reschke am Freitag vielsagend. Bislang hat er derartige Versprechungen zumeist eingelöst.

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Auf den VfB muss man achten. Die Neuzugänge verstärken ein Team, das bereits in den letzten Spielen der vergangenen Saison bewiesen hat, wie stark es zusammengewachsen ist. Stabil in der Defensive und nach vorne mit schnellen Außenspielern immer gefährlich – beim VfB hofft man, dass das fast unglaubliche 4:1 bei den Bayern am letzten Spieltag keine Eintagsfliege bleibt.

Und wenn dann noch der französische Verteidiger Benjamin Pavard als Weltmeister aus Russland nach Hause kommt, wäre das Glück wohl perfekt. Auch wenn Pavard dann wohl nur schwer zu halten wäre. Aber: Reschke macht das schon.

Jens Fischer