Köln - Die Stuttgarter Mercedes-Benz Arena wird offiziell seit dem 18. Mai 2009 umgebaut. In die Umbaupläne wurden die Fans des VfB einbezogen, natürlich auch die Fans mit Behinderung.

Peter Reichert, einer der Stuttgarter Fanbeauftragten, erklärt im Gespräch mit bundesliga.de, was sich beim Umbau der Arena und damit auch in der aktuellen Version des Bundesliga-Reiseführers "Barrierefrei ins Stadion" für Fans mit Behinderung geändert hat.

bundesliga.de: Herr Reichert, was ist neu im Bundesliga-Reiseführer "Barrierefrei ins Stadion" im Kapitel VfB Stuttgart?

Peter Reichert: Eigentlich nicht viel. Unsere Rollstuhlfahrerplätze sind wieder auf der Untertürkheimer Kurve, nachdem wir sie im Vorjahr wegen des Umbaus auf die Cannstatter Kurve verlegen mussten. Die Sehbehinderten sitzen weiterhin auf der Haupttribüne im Block 13.

bundesliga.de: Hat sich bei der Anzahl der Plätze geändert?

Reichert: Wir haben jetzt 170 statt 180 Rollstuhlfahrerplätze, das sind aber wohl immer noch die meisten in der Bundesliga. Die Plätze für Sehbehinderte wurden von 20 auf 30 erhöht.

bundesliga.de: Wurden die Fans mit in die Planung des Umbaus der Mercedes-Benz Arena einbezogen?

Reichert: Ja, wir haben uns mit einem Querschnitt aus der Fanszene beraten, und dazu gehörte auch ein Rollstuhlfahrer. Die Wünsche und Anregungen der Fans haben wir soweit es möglich war auch umgesetzt.

bundesliga.de: Was hat sich im Lauf der letzten Jahre für Fans mit Behinderung verbessert?

Reichert: In den letzten Jahren sind wir Schritt für Schritt vorangekommen. In der Anfangszeit standen die Verbesserungen für Rollstuhlfahrer im Mittelpunkt, seit 2005 bieten wir die Plätze für Blinde und Sehbehinderte bei Heimspielen an. Unserem ehrenamtlichen Behindertenfanbeauftragten stehen zeitweise vier Helfer zur Seite. Daran kann man erkennen, wie sehr der Arbeitsumfang gewachsen ist. Der VfB Stuttgart ist sich seiner sozialen Verantwortung für eine größer werdende Zahl von Fans mit Behinderung bewusst und handelt dementsprechend auch.