Zusammenfassung

  • Der VfB Stuttgart feierte den ersten Sieg seit knapp zwei Monaten.

  • Die Hertha kassierte die erste Bundesliga-Auswärtsniederlage seit knapp vier Monaten.

  • Nach 503 erfolglosen Minuten (Vereinsnegativrekord) gab es wieder ein VfB-Tor.

Stuttgart - Die Rückkehr von Mario Gomez hat dem VfB Stuttgart Glück gebracht. Der Nationalspieler erzielte beim 1:0 (0:0) gegen Hertha BSC zwar nicht wie im Stadion verkündet den entscheidenden Treffer - beeinflusste aber den Berliner Niklas Stark zumindest so heftig, dass diesem ein Eigentor unterlief (78.).

FANTASY HEROES: Timo Baumgartl (14 Punkte), Benjamin Pavard (12), Dennis Aogo (11)

Gomez war 3157 Tage nach seinem bislang letzten Spiel für den VfB sehr aktiv, strahlte aber ansonsten wie seine Mitspieler nur bedingt Torgefahr aus. Immerhin: Nach vier Niederlagen in Serie ohne Treffer gelang dem VfB ein erfolgreicher Rückrundenstart, ohne vor 57.181 Zuschauern selbst ein Tor erzielt zu haben.

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Gomez versuchte stets, sich und seine Mitspieler in Szene zu setzen. Doch die neuen Kollegen wussten mit den Räumen und den Chancen, die ihnen der Nationalspieler eröffnete, oft nichts anzufangen. Zudem gelang es den disziplinierten Berlinern zumeist sehr gut, Zuspiele auf Gomez zu unterbinden oder ihn abzuschirmen.

Mario Gomez vergibt per Kopf das frühe 1:0 für den VfB Stuttgart
Mario Gomez vergibt per Kopf das frühe 1:0 für den VfB Stuttgart © imago / MIS

Dennoch boten sich Gomez ein paar Chancen. Nach 35 Sekunden kam er bei einem Anspiel von Chadrac Akolo einen Schritt zu spät. In der sechsten Minute köpfte er den Ball nach einer Flanke von Christian Gentner nur knapp neben das Tor, in der 33. Minute traf er tatsächlich hinein, hatte nach schönem Zuspiel von Berkay Özcan aber knapp im Abseits gestanden. Darüber hinaus schoss Dennis Aogo nach schöner Vorarbeit von Akolo knapp drüber (28.).

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"Diese drei Punkte im ersten Spiel nach der Winterpause sind extrem wichtig." Ron-Robert Zieler

Die besseren, klareren Chancen hatten eindeutig die sehr diszipliniert, aber auch vorsichtig auftretenden Berliner - gefährlich wurde es meist nach Kontern. Valentino Lazaro traf den Pfosten (23.), Salomon Kalou scheiterte erst an Ron-Robert Zieler (31.) und dann an sich selbst: Eine perfekte Hereingabe von Arne Maier köpfte er aus sechs Metern völlig unbedrängt über das Tor (37.). Viel mehr gelang aber auch ihnen nicht gegen gut stehende Stuttgarter.

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"Wir hätten das Spiel gewinnen müssen, weil wir über 90 Minuten die bessere Mannschaft mit den besseren Chancen waren." Fabian Lustenberger

In der zweiten Halbzeit übernahm allerdings der VfB zunehmend das Kommando - und belohnte sich für seine Drangphase durch den entscheidenden Treffer. Ginczek setzte Gomez in Szene, der im direkten Duell mit Hertha-Verteidiger Niklas Stark zu Fall kam. Der Pfiff blieb allerdings aus, weil der Berliner den Ball in dieser Aktion in hohem Bogen über seinen eigenen Torwart hinweg ins Netz beförderte.

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Spieler des Spiels: Mario Gomez

Mario Gomez erzwang das Siegtor für die Stuttgarter und wurde damit für seinen unermüdlichen Einsatz belohnt. Der Stürmer legte beim VfB die meisten Sprints hin (28) und bestritt auch die meisten Zweikämpfe (26).

Bilder des Spiels

Viele Zweikämpfe prägen das Spiel in der ersten Halbzeit
Viele Zweikämpfe prägen das Spiel in der ersten Halbzeit
Diskussionsbedarf zwischen VfB-Rückkehrer Mario Gomez und Herthas Fabian Lustenberger
Diskussionsbedarf zwischen VfB-Rückkehrer Mario Gomez und Herthas Fabian Lustenberger © gettyimages / Matthias Hangst/Bongarts
Ex-Stuttgarter Vedad Ibisevic muss mitansehen, wie sein Ex-Verein über das 1:0 jubelt
Ex-Stuttgarter Vedad Ibisevic muss mitansehen, wie sein Ex-Verein über das 1:0 jubelt © imago
Der VfB um Kapitän Christian Gentner (r.) verdient sich den Heimsieg durch eine starke zweite Halbzeit
Der VfB um Kapitän Christian Gentner (r.) verdient sich den Heimsieg durch eine starke zweite Halbzeit © imago / Jan Huebner